30. 07. 2017

SOS-Kinderdorf zum internationalen Tag der Freundschaft

Freundschaft im SOS-KInderdorf

Unterstützung in schweren Zeiten

Freunde sind füreinander da, sie helfen und unterstützen sich und oft sind sie der Retter in schweren Zeiten. Daher braucht jeder einen Freund; einen Partner, dem er vertraut und der zu ihm hält. SOS-Kinderdorf reicht Kindern und Familien in schwierigen Lebenslagen seit mehr als 60 Jahren die Hand zur Freundschaft. Das Kinderhilfswerk ist nicht nur eine verlässliche Stütze für Kinder und Familien, sondern es ermöglicht auch Freundschaften und soziale Netzwerke. Deshalb hat der Tag der Freundschaft am 30. Juli für das SOS-Kinderdorf Worpswede eine ganz besondere Bedeutung. 

Von der Geburt bis zur Volljährigkeit ein verlässlicher Partner

Alle an einem Tisch: SOS-Kinderdorf in Worpswede Bild vergrößern

Alle an einem Tisch: SOS-Kinderdorf in Worpswede

SOS-Kinderdorf unterstützt, berät und fördert Menschen, die zumeist stark belastet sind: Eltern erhalten Hilfe auf Augenhöhe bei ihrer Erziehungsarbeit, Familien Unterstützung in Krisen und Ausnahmesituationen, aber auch bei der Alltagsbewältigung. Das SOS-Kinderdorf Worpswede ist eine besondere Einrichtung, die für Kinder von der Geburt bis zur Volljährigkeit sorgt – und mit dem Angebot Verselbstständigungswohnen, das Jugendliche in die Selbstständigkeit begleitet, auch darüber hinaus. „Wir sehen unsere Verantwortung darin, Kinder auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben zu begleiten, sie individuell zu fördern und ihnen ein geborgenes Aufwachsen in einem familiären Rahmen zu ermöglichen. Die Unterstützung aus der Familie hält im Idealfall ein Leben lang, und das versuchen wir auch. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir nach wie vor immer wieder ehemalige Kinderdorfkinder bei uns begrüßen können und sich feste Freundschaften untereinander entwickeln konnten“, so Joachim Schuch, Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorfes Worpswede.

Das Herzstück der Einrichtung stellt das Kinderdorf in Worpswede dar, in dem bis zu 108 Kinder und Jugendliche in Kinderdorffamilien, sozial- und heilpädagogischen Hausgemeinschaften und Wohngruppen im Dorf und in der Umgebung leben können. Aus der Verantwortung heraus, frühzeitig und gezielt zu helfen, und orientiert am Bedarf der Region, hat das SOS-Kinderdorf die Angebote für junge Menschen und Familien über die Jahre immer weiterentwickelt – von Kindertagesstätten über Beratungsangebote und ambulante Familienhilfen bis hin zur Schulsozialarbeit. Angebotsteile des SOS-Kinderdorfes befinden sich mittlerweile neben Worpswede auch an unterschiedlichen Standorten wie Bremen-Nord und in den Landkreisen Osterholz und Rotenburg.

Auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfs Worpswede haben die Kinder viel Gelegenheit sich draußen auszutoben. Bild vergrößern

SOS-Kinderdorf: Fußball verbindet alle Kinder

SOS-Kinderdorf hilft Kindern dabei, Freunde zu gewinnen. Gerade benachteiligte Kinder und Jugendliche haben häufig das Gefühl, nirgends richtig dazuzugehören und haben oft Schwierigkeiten, sich in sozialen Gemeinschaften einzubringen. Benachteiligt zu sein schränkt so auch ihre Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben massiv ein. Mit seinen offenen, niedrigschwelligen Angeboten setzt der SOS-Kinderdorfverein genau hier an. In Worpswede und bei den offenen Angeboten, wie dem Offenen Familientreff, das Kinder- und Jugendbüro und der interkulturellen Spielgruppe am Campus in Osterholz-Scharmbeck,  dem pädagogischen Mittagstisch mit Hausaufgabenbetreuung in Bremen-Nord (Grohner Düne) oder den Familiensprechstunden und dem Elterncafé in Kitas kommen sich Mütter, Väter und Kinder näher, es entstehen soziale Netzwerke und tragfähige Beziehungen - oft auch über verschiedene Kulturen hinweg.

Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

Der SOS-Kinderdorf e.V. setzt sich für positive Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche ein. Dazu gehört, ihre Rechtsstellung zu stärken – insbesondere fordert SOS-Kinderdorf die angemessene Umsetzung von Beteiligungs-, Schutz- und Förderrechte für alle Kinder. Die UN-Kinderrechtskonvention ist in Deutschland ratifiziert, aber immer noch nicht in Kraft. Es ist eines der Kernanliegen der Organisation, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre Rechte zu erlangen und wahrzunehmen. Für SOS-Kinderdorf sind junge Menschen Experten in eigener Sache: Der Verein legt in seiner pädagogischen Arbeit großen Wert darauf, dass Kinder ihre Rechte kennen und sie an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden. Zu den Beteiligungsstrukturen in den SOS-Einrichtungen gehören etwa Kinderdorfräte, Kinder- und Jugendparlamente, Beteiligungsmentoren und vereinsweite Kinderkonferenzen.

SOS-Kinderdorf ergreift Partei für Kinder, Jugendliche und Familien, insbesondere für sozial benachteiligte. Der Verein fordert seit langem die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz und setzt sich dafür ein, dass alle Kinder gerechte Chancen erhalten, ihre Potentiale auszuschöpfen.