16. 11. 2017

Simbabwe: SOS-Kinderdorf hofft auf Frieden

Ein Mädchen aus dem SOS-Kinderdorf Simbabwe

Am Mittwochmorgen kam es in Simbabwe zu einer Machtübernahme durch das Militär. Präsident Mugabe und seine Familie wurden unter Hausarrest gestellt. Bisher ist die Situation im Land ruhig, keiner weiß jedoch, wie sich die Lage weiter entwickeln wird. 

Dereje Wordofa (Direktor International für Ost- und Südafrika) im Gespräch Bild vergrößern

Dereje Wordofa (Direktor International für Ost- und Südafrika) im Gespräch

"Wir beobachten intensiv die politischen Spannungen und die derzeitige Lage in Simbabwe. Wir sind sehr froh, bekannt geben zu können, dass alle Kinder, Jugendlichen und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf Simbabwe sicher sind. Die Angebote, die SOS-Simbabwe um die Hauptstadt Harare unterhält, sind in geringem Umfang betroffen, da der nationale Leiter, alle MitarbeiterInnen, die nicht direkt in der Betreuung arbeiten, gebeten hat, zu Hause zu bleiben", berichtet uns Dereje Wordofa, internationaler Leiter der SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Ost- und Südafrika.  „Wir appellieren an alle Parteien, den Schutz und die Sicherheit von Kindern und ihren Familien zu gewährleisten. Wir denken an unsere Familien und alle Bürger unseres Landes, und hoffen inständig auf Frieden und eine bessere Zukunft.“

SOS-Kinderdorf in Simbabwe
SOS-Kinderdorf arbeitet seit den 1980er Jahren in Simbabwe. Wir unterstützen die Bevölkerung derzeit in vielerlei Hinsicht: Wir stärken die Familien, damit sie zusammenbleiben können, wir geben Kindern, die die elterliche Betreuung verloren haben, ein liebevolles Zuhause, und wir bieten Tagesbetreuung und Bildung.

Mittlerweile gibt es drei SOS-Kinderdörfer sowie diverse Zusatzeinrichtungen.