21. 09. 2017

Schweres Erdbeben in Mexiko

Zwei Jungen aus Mexiko laufen einen Weg entlang

Erneut erschütterte ein schweres Erdbeben Mexiko. Das Epizentrums des Bebens, das laut US-Erdbebeninstitut USGS eine Stärke von 7,1 erreichte, lag im Bundesstaat Puebla, rund 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Die Hauptstadt selbst wurde dieses Mal besonders schwer getroffen. Unzählige Gebäude stürzten ein, das Telefonnetz sowie die Stromversorgung brachen zusammen. Staatspräsident Enrique Peña Nieto berief den nationalen Krisenrat ein und ordnete die Evakuierung öffentlicher Gebäude und Krankenhäuser an. Der internationale Flughafen wurde geschlossen. Offiziellen Angaben zufolge beläuft sich die Zahl der Toten bisher auf 240 Personen. Die Behörden rechnen jedoch mit einem weiteren Anstieg der Zahlen, da viele Menschen noch unter den Trümmern vergraben sind oder vermisst werden.

Verwüstete Häuser in Mexiko nach dem Erbeben Bild vergrößern
In der betroffenen Region gibt es drei SOS-Kinderdörfer, je eines in Mexiko Stadt und Huehuetoca sowie das SOS-Kinderdorf Tehuacán in der Nähe von Puebla. Dirk Glas, Interimsgeschäftsführer von SOS-Kinderdorf Mexiko berichtete uns, dass es den Kindern und SOS-Mitarbeitern sowie den Familien unserer Familienstärkungsprogramme glücklicherweise gut geht. „Sämtliche SOS-Kinderdorf-Einrichtungen blieben von größeren Schäden verschont. Nichts destotrotz werden wir die nächsten Tage eine Bestandsaufnahme durchführen und alle Gebäude untersuchen. Die Lage im Land ist ausgesprochen schwierig, besonders in Mexiko-Stadt. Wir möchten an dieser Stelle den Opfern dieser Tragödie unser ausdrückliches Beileid aussprechen.“

Die SOS-Kinderdorf-Organisation ist seit über 40 Jahren in Mexiko vertreten. 1971 konnte das erste SOS-Kinderdorf in Mexiko-Stadt eröffnet werden. Mittlerweile gibt es sieben SOS-Kinderdörfer sowie diverse Zusatzeinrichtungen.