11. 03. 2012

SOS in der Schulküche: Wir kochen für euch!

Ein Azubi schneidet Paprika

Ein gesundes Mittagessen für 220 Schüler

Nils ist begeistert: "Mit so riesigen Töpfen habe ich noch nie gearbeitet. Ich wusste noch nicht einmal, dass es solche Riesentöpfe gibt". Nils steht in der nagelneuen Mensa des Schulzentrums in Kevelaer, die kürzlich eingweiht wurde, und blickt sich um. Hier wird er künftig gemeinsam mit anderen Auszubildenden des SOS-Kinderdorfs Niederrhein Mittagsmahlzeiten für die Schüler der drei angrenzenden Schulen zubereiten.

Projekt Broccoli: In der Schulküche wird gesund gekocht Bild vergrößern

Projekt Broccoli: In der Schulküche wird gesund gekocht

Nils nimmt an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme beim SOS-Kinderdorf Niederrhein teil. Der junge Mann möchte gerne Koch werden -  aber der Weg in eine "normale" Ausbildung ist für den ehemaligen Förderschüler nicht leicht. "Ich habe mich überall beworben, aber da ich eine Lernbehinderung habe, hat mich niemand genommen", erzählt Nils ein wenig desillusioniert. Dank SOS-Kinderdorf bekommt Nils die Chance, doch noch seinen Traumberuf zu erlernen. In einer "richtig großen Küche", unter realen Bedingungen und mit besonderer Unterstützung durch Sozialpädagogen und Lehrer, die den angehenden Auszubildenden helfen, Ihre Defizite aufzuarbeiten.

Neue Wege gehen

Auf die Möglichkeit, die sich den Jugendlichen in der Schulmensa bietet, ist Falko van den Bruck, Leiter des SOS-Kinderdorfs Niederrhein, besonders  stolz. "Hier bekommen besonders Jugendliche eine Chance, die ansonsten vergessen worden wären und durch alle Raster fallen. Wir wollen berufliche Bildungsarbeit in der Region innovativ mitgestalten und zum Wohle der Jugendlichen neue Wege gehen." Die Mensa im Schulzentrum in Kevelaer ist ein solcher neuer Weg. Über 20 Jugendliche werden hier künftig arbeiten - und die Schüler der angeschlossenen Hauptschule, Realschule und des Gymnasiums mit einem gesunden Mittagessen verköstigen. Zur Auswahl stehen zwei Menüs sowie ein Nudel-Buffet. Nachspeise und Tafelwasser gehören immer dazu. Schon jetzt haben sich 220 Kinder und Jugendliche zum Mittagessen angemeldet.

Und wer weiß? Vielleicht werden sich durch den Kontakt zwischen Schülern und Auszubildenden noch ganz andere Möglichkeiten auftun. "Ich denke hier beispielsweise an Möglichkeiten der Berufsorientierung", überlegt Falko van den Bruck. Auch der Bürgermeister der Stadt ist begeistert von den Perspektiven, die sich durch die Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf bieten: "Wir freuen uns einen so verlässlichen Partner gefunden zu haben."

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© Anja Greiner Adam - Fotolia

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