12. 03. 2013

Unsere Klasse hat ein Patenkind!

Die Klasse 6b der Johann-Winklhofer-Realschule in Landsberg hat seit Herbst letzten Jahres ein SOS-Patenkind in Burundi, Zentralafrika. Evelyne lebt im SOS-Kinderdorf Bujumbura und ist mit ihren 12 Jahren im selben Alter wie die Schüler ihrer deutschen Patenklasse. 

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Schüler vor ihrer Plakatwand

Soziale Verantwortung lernen

Angeregt hat die Patenschaft die Deutschlehrerin, H. Kardelke. Die Mutter zweier Kinder hat mit ihrem Mann selbst Patenkinder verschiedener Organisationen und findet es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass es auf der Welt Länder gibt, in denen Kinder nicht dieselben Startchancen haben wie bei uns: „Ich empfinde Dankbarkeit darüber, dass es uns so gut geht, und finde es wichtig etwas abzugeben.“
In ihrem Unterricht erzählte sie den Schülerinnen und Schülern von ihren eigenen Patenkindern und stellte die Organisation SOS-Kinderdorf vor. Gemeinsam und mit Nachfrage bei ihren Eltern konnten die Kinder entscheiden, ob sie eine Patenschaft übernehmen möchten. Ein Großteil entschied sich dafür und so schickte die Klasse ihre Anfrage für ein Patenkind aus Afrika an die Spender- und Patenbetreuung von SOS-Kinderdorf.

Esma sagt: „Ich unterstütze die Kinder, weil es mir gut geht, und den Kindern geht es schlecht. Sie haben schlechtes Trinkwasser, sie haben keine Familie und deshalb helfe ich gerne.“
Theresa ergänzt: „Wir haben genug Geld um gut zu leben und Eltern, die uns lieb haben und die sich um uns kümmern. Außerdem bekommen wir in der Schule eine gute Ausbildung. Wenn ich Evelyne ein bisschen helfen kann, tu ich das gern.“

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Auf ihrer Klassen-Pinnwand haben die Schüler alle Informationen über Evelyne und Burundi zusammengetragen.

Als die Patenunterlagen in der Klasse ankamen, lernten die Schüler ihr Patenkind anhand von Briefen und eines Fotos kennen. Im Unterricht gestalteten sie ein Poster über Evelyne und ein anderes über das afrikanische Land Burundi.

Maxi sagt: „ Ich unterstütze Evelyne, weil ich es gut finde, anderen zu helfen. Ich möchte, dass es ihr gut geht und dass sie gute Zukunftsaussichten hat.“

Jeder in der Klasse leistet seinen finanziellen Beitrag

Um die Verwaltung der SOS-Patenzahlungen einfach zu machen, richtete die Klassenlehrerin ein Konto ein, von dem der Patenbetrag monatlich abgebucht wird. Jeder der Schüler gibt Frau Kardelke freiwillig seinen Beitrag.

Nico sagt: „Wir geben auch Geld für Unnötiges wie eine Tüte Chips aus. Bei Evelyne wissen wir, dass das Geld ihr hilft.“

Wenn sich die Klassengemeinschaft der 6b nächstes Jahr durch die verschiedenen Wahlpflichtfächer aufsplittet, wird die Lehrerin dafür sorgen, dass die SOS-Patenschaft weitergeführt wird: „So eine Patenschaft kann man nicht wie ein Paar abgetragene Schuhe ablegen. Mein Ziel ist es, dass wir Evelyne bis zu ihrer Selbstständigkeit unterstützen.“