13. 05. 2013

Einmal Nepal und zurück

Karin B. besucht ihre Patentochter in Kathmandu

Vor ihrem Besuch im SOS-Kinderdorf Sanothimi in Nepal hatte Karin B. Kontakt mit der Einrichtung in Kathmandu aufgenommen – schließlich wollte die Grafikerin wissen, ob ihre Reise- und Besuchspläne sich in den Alltag der SOS-Kinderdorffamilie integrieren lassen.

Karin B. besuchte ihre Patentochter in Nepal Bild vergrößern

Ein Blick hinter die Kulissen: Karin B. besuchte ihre Patentochter in Nepal

„Die Kommunikation klappte sehr gut und ich hatte von Anfang an das gute Gefühl, dass wir Paten gerngesehene Gäste sind." Doch als Sie dann wirklich auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfs stand, kam Sie sich anfangs ein wenig verloren vor: "Bei dem  Trubel und der ganzen Organisation eines  SOS-Kinderdorf ist unser Besuch wohl ein wenig  in den Hintergrund gerückt“, schmunzelt die Münchnerin, "aber das war wunderbar, denn so haben wir wirklich den realen Alltag mitbekommen und hatten nicht das Gefühl, dass für uns nur ein Schein gewahrt wird."

Tee, Kekse und jede Menge Geborgenheit

Karin B. und ihre Patentochter Ashmita Bild vergrößern

Auf Englisch klappt die Verständigung super: Karin B. und ihre Patentochter Ashmita

Die Eindrücke und Erlebnisse ihres Besuchs stimmten die Münchnerin  mehr als glücklich. "Man hat gespürt, wie wohl sich die Kinder fühlen. Sie waren alle hübsch angezogen und auch die Häuser sind gut durchdacht und perfekt gestaltet."
Mit ihrer Patentochter Ashmita verstand sie sich auf Anhieb, da die Kinder in Nepal von Anfang an auch englisch reden. "Ashmita ist zwar erst sieben Jahre alt, spricht aber wirklich sehr gut Englisch. Wir haben ihre Familie kennengelernt, ein bisschen im Garten gespielt und alle zusammen Tee getrunken und dazu Kekse gegessen. Wir fühlten uns herzlich aufgenommen und wir dürfen jederzeit wiederkommen. Ich denke ich habe mit einer SOS-Patenschaft die wirklich für mich richtige Entscheidung  getroffen."

Hintergrundinformationen:

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Ping, Pong: Gemeinsames Spielen verbindet die Kulturen

Das SOS-Kinderdorf Sanothimi liegt an der Straße von Kathmandu zur alten Tempelstadt Bhadgaon in rund 10 km Entfernung vom Zentrum der Hauptstadt. Das SOS-Kinderdorf wurde auf ehemaligen Reisterrassen errichtet und kann nur über eine kleine Brücke erreicht werden. Es liegt sehr schön: man hat eine wunderbare Aussicht auf die Stadt Kathmandu und einige Gipfel der Himalaja-Kette. Das SOS-Kinderdorf Sanothimi besteht aus 16 Familienhäusern, einem Gemeinschaftshaus, dem Dorfleiterhaus, Unterkünften für Mitarbeiter, einem Raum für medizinische Betreuung und Verwaltungsgebäuden. Die angeschlossene SOS-Hermann-Gmeiner-Schule mit Kindergarten, Grund- und Sekundarschule steht auch Kindern aus der Umgebung offen.
Das SOS-Sozialzentrum vergibt im Rahmen eines Familienstärkungsprogrammes Stipendien, die es Kindern aus benachteiligten Familien erlauben, die Schule zu besuchen. Diesen Kindern werden das Schulgeld, die Bücher und die Schuluniform bezahlt. Dem SOS-Kinderdorf ist eine Keramikwerkstatt angeschlossen, wo manche der Jugendlichen töpfern lernen. 1982 wurde das Nationale Büro von SOS Nepal im SOS-Kinderdorf Sanothimi eingerichtet. Die älteren Jugendlichen ziehen für gewöhnlich in die SOS-Jugendeinrichtung in Kathmandu. So können sie bereits während ihrer Ausbildung erste Schritte in Richtung Unabhängigkeit machen.