12. 04. 2017

Was hat das Huhn mit Ostern zu tun?

Im SOS-Kinderdorf Berlin leben mitten in der Großstadt Hühner

Im SOS-Kinderdorf Berlin leben mitten in der Großstadt Hühner

Warum bringt ein Hase die Ostereier? Warum gibt es einen Osterhasen und kein Osterhuhn? Kinder fragen oft unverblümt und wollen Dingen auf den Grund gehen. Doch was steckt hinter der Ostertradition von Huhn und Hase?

Vermutlich führt diese Tradition auf ein altes vorchristliches Brauchtum zurück. Hase und Ei gelten seit Urzeiten als Symbole für Fruchtbarkeit und den Beginn neuen Lebens. Als heilige Tiere der germanischen Göttin Ostara, waren die ersten Junghasen am Ende des Winters, wenn die Vorräte knapper wurden, die ersten Boten des Frühlings. Ebenso sind auch Huhn und Eier Zeichen der Fruchtbarkeit. Wer sich aus diesen beiden dann den Eier bringenden Osterhasen ausgedacht hat, ist unklar. Zusammen sind sie jedoch bis heute ein unschlagbares Oster-Team geblieben.


Ein Junge füttert Hühner mit der Hand durch den Zaun Bild vergrößern
Hühner im SOS-Kinderdorf

Nicht nur an Ostern, sondern das ganze Jahr über können die Kinder im SOS-Kinderdorf Berlin -Moabit Hühner beobachten. Obwohl das Kinderdorf mitten in der Stadt liegt, erleben die Kinder im Garten gleich hinter dem Dorf den Tieralltag im Hühnerstall. Sie sehen wie die Tiere leben, was sie fressen und lernen die Tiere in ihrem Wesen und Eigenarten kennen. "Manchmal klettern die Hühner zum Schlafen hoch und dann stehen sie beim Schlafen.“, hat Arne schon richtig erkannt und Mia bemerkt: “Die Hühner können nur ein bisschen hochfliegen, aber nicht so richtig.“ Doch nicht alle Kinder sind von den pickenden Vögeln begeistert. Wenn sie die Hühner sieht, rümpft Lara etwas die Nase und moniert: “Die stinken so, aber die sind ja draußen als Haustier – ein Glück.“.

Kinder im Hühnerstall Bild vergrößern

Teil eines Gartenprojektes

Die Hühner gehören zum Gartenprojekt des SOS-Kinderdorfs Berlin-Moabit. 70 Mädchen und Jungen bauen dort im Frühjahr Gemüse an, jäten Unkraut und kümmern sich um die Beete. Viele Kinder, die in der Stadt aufwachsen, kennen Karotten und Brokkoli nur aus dem Supermarkt und sehen so zum ersten Mal, wie die Pflanzen über Wochen heranreifen. Mit allen Sinnen sollen die Kinder erfahren, was Natur ist. Dazu gehören auch die scharrenden Mitbewohner aus dem Hühnerstall, um die sich die Kleinen rührend kümmern. Doch damit nicht genug, sie können nun selbst dafür sorgen, dass der Nachschub an Ostereiern auch im nächsten Jahr gedeckt wird.

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