05. 09. 2012

Lage in Syrien verschlechtert sich

Die Lage in Syrien gerät immer mehr außer Kontrolle. Jeden Tag müssen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf Syrien auf neue Verschlechterungen der Lage einstellen.  Mit Auswirkungen auf die Kinder, Jugendlichen und Familien, die von SOS vor Ort betreut werden, aber auch für sie persönlich. Die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter können zurzeit nur zur Arbeit kommen, wenn es die Sicherheitslage erlaubt.

Trotz schwieriger Lage in Damaskus: SOS-Kinder und Mitarbeiter sind noch in Sicherheit

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Ein syrisches Kind steht vor einem zerstörten Haus. Bild vergrößern

Nach den anhaltenden Kämpfen mussten die Kinder und Jugendlichen ihre Unterkünfte verlassen.

der Nähe des Stadtzentrums von Damaskus waren in den vergangenen Tagen immer wieder Kampfflugzeuge und Gefechte zu hören. SOS-Kinderdorf hat sich entschieden, die SOS-Kinderdorfkinder und Kinderdorfmütter aus dem Kinderdorf Damaskus in seinem Regionalbüro in Sicherheit zu bringen. Dort ist sonst die Verwaltung SOS-Kinderdorfvereins untergebracht. Ein Großteil der SOS-Jugendlichen lebt derzeit in einer Mietwohnung bzw. Jugendeinrichtung für Mädchen in der Nähe des Regionalbüros. SOS-Kinderdorf überlegt derzeit, eine weitere Jugendeinrichtung in Sahnaya zu evakuieren.

SOS-Kinderdorf Damaskus in Gefahr

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Eine Mutter hält ihre beiden Kinder an den Händen. Bild vergrößern

SOS-Kinderdorf hat die Kinder und ihre Kinderdorfmütter in einem sicheren Stadtteil von Damaskus untergebracht.

Stadtviertel Qodsaya, in dem das Kinderdorf Damaskus liegt, kommt es täglich zu Kämpfen zwischen der Opposition und der syrischen Armee. Das Kinderdorf selbst blieb zwar bislang verschont. Um die Sicherheit der Kinder und Mitarbeiter aber längerfristig gewährleisten zu können, hat sich SOS-Kinderdorf für die Evakuierung entschieden. 

Leben auf engstem Raum

Lebensmittel

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stehen noch ausreichend zur Verfügung, trotzdem ist das Leben auf engstem Raum für alle Beteiligten eine Belastung. Vor allem die Kinder vermissen ihr Zuhause im Kinderdorf. In zwei Wochen ist Schulanfang in Syrien. Sollte sich die Lage bis dahin nicht entspannen, werden die Mädchen und Jungen wegen der anhaltenden Konflikte nicht zur Schule gehen können.

Auch die von SOS-Kinderdorf im Rahmen des Familienstärkungsprogramms betreuten Familien leiden unter der Situation in Syrien. Manche mussten ihre Häuser verlassen, als die Kämpfe eskalierten. Manche Familien sind notdürftig in Schulen untergebracht worden.

SOS-NOTHILFE

In Ländern mit anhaltenden Uruhen steigen die Lebenshaltungskosten dramatisch an: Allein seit  März 2011, als es zu den ersten Protesten kam, sind die Preise in Syrien um fast 150 Prozent gestiegen. Die Währung hat hingegen 30 Prozent an Wert verloren. Um in solchen Ländern nachhaltig zu helfen und die Arbeit von SOS-Kinderdorf auch in Krisensituationen zu gewährleisten, gibt es die SOS-Nothilfe-Spende.
Sie können uns heute schon mit Ihrer Spende unterstützen – damit SOS-Kinderdorf im Katastrophenfall schnell und effektiv Nothilfe auf der ganzen Welt leisten kann.

SOS-NOTHILFE

Ein Mädchen mit Kuscheltier

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