26. 07. 2012

Die Menschen in Syrien brauchen unsere Hilfe!

Ein Junge weint an einer Ziegelwand

SOS-Kinderdorf startet Nothilfeprogramme für Flüchtlingsfamilien

Die Lage der Menschen in den syrischen Städten Damaskus und Aleppo hat sich seit mehreren Gefechten und Luftangriffen der syrischen Armee dramatisch verschlechtert. Die Kämpfe in Aleppo dauern seit dem Wochenende an. Das Regime von Präsident Assad hat damit begonnen, Tausende Soldaten für den Kampf um die zweitgrößte Stadt des Landes in den Norden zu verlegen.
Auch in der Hauptstadt Damaskus liefern sich Aufständische und Sicherheitskräfte immer wieder Gefechte. Ganze Zonen der Stadt wurden evakuiert, viele Familien fliehen in Gegenden des Landes, die momentan (noch) als sicher gelten. Zahlreiche Flüchtlinge – unter ihnen viele Kinder, Kranke und Frauen -  werden momentan von den örtlichen Bewohnern nach deren Möglichkeiten versorgt.

Unterstützung für Flüchtlingsfamilien

Derzeit gibt es zwei SOS-Kinderdörfer in Syrien Bild vergrößern

Derzeit gibt es zwei SOS-Kinderdörfer in Syrien

SOS-Kinderdorf Syrien hat nun umfangreiche Unterstützung für Flüchtlingsfamilien organisiert, um sie auch auf Dauer mit dem Nötigsten, insbesondere Grundnahrungsmittel, Wasser und Hygieneartikel zu versorgen. Die Familien, insgesamt etwa 2.000 Personen, davon ca. 1.000 Kinder, sind momentan in Schulen in Barzeh, Jaramana und Mezzeh untergebracht. In diesen Tagen erstellen die Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf Syrien ein Nothilfekonzept für die Region, um weiteren hunderten, langfristig tausenden Flüchtlingen zu helfen. Dazu stehen sie auch mit dem World Food Programme (WFP) in engem Kontakt, um möglichst effektiv helfen zu können. Jedoch ist das Kommunikations- und Transportnetz so beschädigt, dass ein Austausch von Informationen und Waren kaum möglich ist.

Helfen Sie den Familien und Kindern in Not!

Die seit Jahren anhaltenden kriegerischen Unruhen in Syrien fordern ihren Tribut besonders bei den Kindern und Jugendlichen. Mit Ihrer Spende können Sie helfen, die Arbeit unserer Mitarbeiter in Nothilfegebieten wie in Syrien und weltweit zu unterstützen.

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Lage in den Nachbarländern Jordanien und Libanon wird immer schlechter

Eine SOS-Kinderdorffamilie aus Syrien Bild vergrößern

So unbeschwert wie früher könne sich die SOS-Kinderdorfkinder derzeit nicht mehr bewegen

Aufgrund der seit Monaten prekären Sicherheitslage in Syrien sind bereits Tausende Flüchtlinge in die Nachbarländer Libanon und Jordanien geflohen. Anfang Juni 2012 wurde die Zahl der syrischen Flüchtlinge im Libanon auf 27.000 geschätzt, die Zahl der Flüchtlinge in Jordanien auf 20.000. Es ist schwer abschätzbar, wie viele Kinder unter den Flüchtlingen sind, jedoch machen Frauen und Kinder den Großteil der Flüchtlinge aus. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Flüchtlinge weiter steigen wird.
Durch die Regionalbüros von SOS-Kinderdorf in Afrika und Nahost wurde ein mögliches Nothilfeszenario für die wichtigste humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge erstellt. Momentan liegen uns nur wenige Informationen über Kinder und deren Familien vor, die in den Libanon und nach Jordanien geflohen sind. Nach Schätzungen von internationalen Hilfsorganisationen besteht für die Flüchtlingskinder aber vor allem Unterstützungsbedarf im Bereich Bildung (momentan haben die Kinder keinen Zugang zu Schulen) sowie in den Bereichen Gesundheit und Sicherung ihrer Rechte.
Mittel- und langfristig werden viele tausend Mahlzeiten, Decken, Matratzen, Kopfkissen, Milch und Windeln für Kleinkinder, Trinkwasser, Erstversorgung/Erste Hilfe, Kleidung und sonstige materielle Unterstützung benötigt. Aber auch Unterrichtsmöglichkeiten und psychologische Unterstützung für traumatisierte Kinder und deren Familien benötigt.
 

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Die SOS-Kinderdorfarbeit in Syrien

Der Bau des ersten syrischen SOS-Kinderdorfes in Qodsaya, nahe der Hauptstadt Damaskus gelegen, wurde 1980 abgeschlossen. Im Sommer 1981 konnten die ersten Kinder und Mütter in ihr Dorf ziehen. Für die heranwachsenden Jugendlichen entstand 1986 in Sahnaya eine SOS-Jugendeinrichtung. Dort können sich die jungen Menschen auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereiten und werden bei ihrer Arbeitssuche unterstützt.

In den 90er-Jahren wurde die Entscheidung getroffen, ein zweites SOS-Kinderdorf in Syrien zu errichten und zwar in Khan El Assal bei Aleppo, im Norden des Landes. Dieses SOS-Kinderdorf wurde Anfang 1998 baulich fertig gestellt und kurz darauf besiedelt. Im SOS-Sozialzentrum Darayya, in einem Vorort von Damaskus, werden seit 1996 alleinstehende Mütter und ihre Kinder, die aus der Umgebung stammen und sich in Not befinden, mit Lebensmitteln versorgt. Ausbildungskurse sollen den Frauen und den älteren Kindern den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Zurzeit gibt es in Syrien zwei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, einen SOS-Kindergarten und ein SOS-Sozialzentrum.