24. 06. 2012

Siddhartha Kaul aus Indien ist neuer Präsident von SOS-Kinderdorf International

Von links: Helmut Kutin, Dr. Gitta Trauernicht, Siddhartha Kaul

Der neue SOS-Kinderdorfpräsident Siddhartha Kaul (links) mit seinem Vorgänger Helmut Kutin und seiner Stellvertreterin Dr. Gitta Trauernicht.

Generationenwechsel im Rahmen der 19. Generalversammlung an der Spitze von SOS-Kinderdorf International: Helmut Kutin (70), Nachfolger von SOS-Gründervater Hermann Gmeiner, wollte nach 27 Jahren nicht nochmals kandidieren: "Die Zeit ist reif, die Präsidentschaft an die jüngere Generation zu übertragen und ich bin voller Zuversicht, dass sie im Sinne Hermann Gmeiners handeln wird!"

Der gewählte neue Präsident Siddhartha Kaul, 1954 in Indien geboren, studierter Architekt, begann 1978 mit dem Aufbau des Kinderdorfes Madras und war zuletzt stellvertretender Generalsekretär von SOS.

"Der weltweite wirtschaftliche Abschwung hat Auswirkungen auf SOS-Kinderdorf, auch wenn die Notlage von Kindern weltweit nicht nur mit wirtschaftlichen Faktoren zu tun hat", sagte Siddhartha Kaul in seiner Rede vor der Generalversammlung nach seiner Wahl. "Gemeinsam werden wir versuchen, alles Nötige zu tun, um bis Ende des Jahrzehnts einer Million Kindern ein fürsorgliches familiäres Umfeld bieten zu können. Es wird eine große Herausforderung sein, dieses Ziel in der heutigen schwierigen Situation zu erreichen."

Vizepräsidentin Gitta Trauernicht, ehemalige Sozialministerin in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, ist seit 2004 Mitglied des Vorstands des deutschen SOS-Kinderdorf e.V. Die promovierte Jugendpolitikerin sieht ihren Arbeitsschwerpunkt darin "den Präsidenten zu unterstützen, die Beschlüsse der Generalversammlung auf den Weg zu bringen. Das heißt, mehr Kindern weltweit zu helfen, aber auch Erreichtes zu stabilisieren. Glücklicherweise haben wir in Deutschland seit Jahrzehnten einen Stamm von Spendern, Sponsoren und engagierten Firmen, die uns unterstützen. Davon brauchen wir in aller Welt mehr!"