04. 07. 2016

Neuer Gesamtleiter für SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth

Mario Kölbl, der neue Gesamtleiter der Dorfgemeinschaft zusammen mit Maria Schwarzfischer, Regionalleiterin der Einrichtung

Mario Kölbl startet am 1. Juli in neuer Funktion

Im Rahmen des Jahrestreffens in der Dorfgemeinschaft Hohenroth übernahm am 1. Juli Mario Kölbl die Gesamtleitung der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth. Bereits seit März 2015 arbeitet der 53-Jährige in der Einrichtung als Arbeitsbereichsleitung. „Auf diese Weise konnte ich die SOS-Dorfgemeinschaft bereits von innen kennenlernen“, sagte Kölbl, „dabei habe ich schon den besonderen Kern der Einrichtung erlebt.“

Mario Kölbl war vor seiner Tätigkeit bei SOS-Kinderdorf bereit 17 Jahren in leitender Funktion bei unterschiedlichen Trägern in der Behindertenhilfe tätig. Ursprünglich hatte er Kfz-Mechaniker gelernt, aber dann die Fachhochschule für Heilerziehung besucht und im Anschluss berufsbegleitend eine Weiterbildung als Sozialwirt absolviert. Kölbl weiß, welche Herausforderungen in den nächsten Jahren auf die Einrichtung zukommen. So muss er zum einen auf die sozialpolitischen Veränderungen und zum anderen auf die Entwicklungen innerhalb der Dorfgemeinschaft reagieren. Es stellt sich die Frage, wie die Dorfgemeinschaft sich vorbereiten muss, damit auch die älter werdenden Bewohner mit erweitertem Betreuungsbedarf sich wohlfühlen. Und das im Ausgleich mit den Bedürfnissen der jüngeren oder neuen Bewohnern. „Ich bin mir sicher, dass wir alle zusammen, diese Herausforderungen meistern werden“, sagte Kölbl, „und Hohenroth weiterhin ein schöner, attraktiver und ganz besonderer Ort zum Leben und Arbeiten für die Bewohner und Mitarbeiter bleibt.“

Seit 38 Jahren besteht die Einrichtung auf dem ehemaligen Hofgut. Mittlerweile wird eine Fläche von 80 Hektar Äcker, Wiesen und circa 30 Hektar Wald bewirtschaftet. In der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth leben in 20 Wohnhäusern 160 erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung in Hausgemeinschaften zusammen. Betreut werden sie von den Hauseltern, die teils gemeinsam mit ihren Kindern in den Hausgemeinschaften wohnen. „Hohenroth ist die größte Einrichtung dieser Art von SOS-Kinderdorf“, erläutert Maria Schwarzfischer, Regionalleiterin, die die Einrichtung kommissarisch leitete. „Daher bin ich besonders froh, dass wir mit Mario Kölbl einen erfahrenen Fachmann gewinnen konnten, der bereits die Einrichtung kennt.“

Vielfalt miteinander leben

SOS-Kinderdorf setzt sich seit 60 Jahren auf vielfältige Weise dafür ein, dass junge Menschen unterschiedlicher Herkunft ein Zuhause erhalten. Immer steht dabei im Mittelpunkt, Kindern und Jugendlichen die beste Unterstützung in ihrer jeweiligen Situation zu geben. Die Idee Hermann Gmeiners, Kindern Geborgenheit und Chancen zu schenken, war der Ansporn zur Gründung der Kinderdörfer, aber auch um zahlreiche andere Angebote zu entwickeln: Der SOS-Kinderdorfverein begleitet Mütter und ihre Kinder von Anfang an in Mütter- und Familienzentren. Er bietet Frühförderung in seinen Kinder- und Begegnungseinrichtungen. Jugendlichen steht er zur Seite mit offenen Angeboten, bietet ihnen aber auch ein Zuhause in Jugendwohngemeinschaften sowie Perspektiven in Berufsausbildungszentren. Ebenso gehören zum SOS-Kinderdorf e.V. die Dorfgemeinschaften für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie finden dort einen Ort, an dem sie selbstbestimmt leben und arbeiten können.