12. 09. 2017

Neue Hoffnung für Kinder mitten im Krieg

Der Wunsch dieses Jungen geht in Erfüllung: Das neue SOS-Kinderdorf Damaskus ist fertig!

Der Wunsch dieses Jungen geht in Erfüllung: Das neue SOS-Kinderdorf Damaskus ist fertig!

Ein neues SOS-Kinderdorf entsteht: neue Hoffnung für Kinder mitten im Krieg

Ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien ist nicht in Sicht. Seit dessen Beginn im März 2011 wurden mehr als drei Millionen Kinder geboren - sie kennen ihr Land nur im Ausnahmezustand. 2,3 Millionen Kinder und Jugendliche sind im Herbst 2017 innerhalb Syriens auf der Flucht, viele von ihnen haben Eltern, Geschwister oder Freunde verloren.

Syriens Kriegskinder brauchen jetzt unsere Hilfe

In dieser dramatischen Situation eröffnet SOS-Kinderdorf ein neues Kinderdorf für 80 Jungen und Mädchen. „Mit einem neuen SOS-Kinderdorf setzen wir ein weiteres Zeichen der Hoffnung“, so Dr. Kay Vorwerk, Vorstandsvorsitzender vom SOS-Kinderdorf e.V. „Syriens Kriegskinder brauchen jetzt unsere Unterstützung. Dazu gehören neben der Kinderdorfmutter, einem sicheren Zuhause und einer verlässlichen Tagesstruktur medizinisch und psychologisch geschulte Mitarbeiter. Menschen, die die Kinder liebevoll und dauerhaft begleiten und ihnen helfen, ihre Traumata zu verarbeiten. Es ist unser aller Aufgabe dafür zu sorgen, dass aus den syrischen Kindern und Jugendlichen von heute keine verlorene Generation von morgen wird.“

SOS-Kinderdorf ist seit Jahrzehnten mit stationären Betreuungseinrichtungen und ambulanten Angeboten wie Familienstärkungsprogrammen in Syrien aktiv. Im neuen SOS-Kinderdorf Saboura südlich von Damaskus sollen die Kinder und Jugendlichen ein Zuhause finden, für die es keine Hoffnung auf eine Rückkehr in ihre Herkunftsfamilie gibt.

Ein sicheres Zuhause für 80 Mädchen und Jungen

Gebäude der ehemaligen Ferienanlage Bild vergrößern

Diese ehemalige Ferienanlage wird nun zum Kinderdorf umgebaut

In der Region rud um Damaskus finden aktuell keine Kampfhandlungen statt, und die Menschen haben zu einem Alltag zurückgefunden. Die zukünftigen Bewohner von Saboura sind Kriegswaisen und Kinder, deren Familien verschollen sind. Es gibt kaum Hoffnung, dass sie zu Verwandten zurückkehren können.

Psychologische Unterstützung für traumatisierte Kinder

SOS-Kinderdorf kennt die Familienhintergründe der Betreuten in der Regel gut; die meisten kommen aus zwei Übergangsheimen, die SOS in Damaskus unterhält. Viele Kinder sind so schwer traumatisiert, dass sie besondere psychologische Betreuung brauchen. Sie werden zu acht mit einer Kinderdorfmutter in ihrer Kinderdorffamilie leben und hoffentlich bald wieder emotionalen Halt in einem „normalen“ Alltag finden: Frühstück, Schule, Mittagessen, Hausaufgaben, gemeinsame Ausflüge, Sport und Hobbies. Die Sehnsucht nach Normalität ist groß. Mit den eingeworbenen Spenden werden deshalb nicht nur „ein Dach über dem Kopf“, Nahrung und Kleidung für die 80 syrischen Mädchen und Jungen in Saboura bezahlt. SOS-Kinderdorf engagiert sich auch darin, pädagogische und medizinische Fachkräfte für den Umgang mit schwer traumatisierten Kindern auszubilden.

Es gibt ein ehrgeiziges Ziel: Aus einer traumatisierten Generation soll keine verlorene Generation werden. Mit dem neuen Kinderdorf Saboura setzt SOS-Kinderdorf ein Zeichen der Hoffnung und des Neubeginns.

Bis Ende 2017 sollen 80 Kinder in zehn SOS-Familien ein neues Zuhause finden

  • 23 Kinder ziehen mit ihren SOS-Kinderdorf-Müttern aus dem SOS-Kinderdorf Qodsaya um, so dass das Dorf nicht mehr ganz so überfüllt ist.
  • 35 hilfsbedürftige Kinder können neu aufgenommen werden
  • 22 Vollwaisen aus den SOS-Übergangsheimen in Damaskus, die in keine erweiterte Familie rückgeführt werden können, werden im SOS-Kinderdorf Saboura eine neue Heimat finden.

Helfen Sie mit!

Syrisches Mädchen hinter zerbrochener Glastür

Ein neues Zuhause für notleidende Kinder in Syrien ensteht - und es gibt viel zu tun: Unterstützen Sie die Kinder im SOS-Kinderdorf Saboura in Damaskus mit Ihrer Spende.

Jetzt spenden