04. 06. 2012

Stressbewältigung im Alltag

„Mal bewusst etwas für sich selbst tun“, ist die Formel, mit der man den Anforderungen, die täglich von allen Seiten auf einen einprasseln, etwas entgegensetzen kann – davon ist Helga Kugler überzeugt.

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Case-Managerin im Stabil-Projekt des SOS-Kinderdorf Saarbrücken: Helga Kugler

Helga Kugler ist die Verantwortliche für das berufsvorbereitende „STABIL“-Projekt des SOS-Kinderdorfs Saarbrücken. In ihrer Funktion hat sie jeden Tag mit Jugendlichen zu tun, die ihren Rat und ihre Hilfe brauchen, um ihren Berufsweg zu planen und überprüfen. „Klar, dass man mal genervt ist, wenn fünf Leute gleichzeitig etwas von einem wollen“, gibt die Case-Managerin zu. Da es aber nicht nur ihr, sondern auch den Kollegen im SOS-Kinderdorf Saarbrücken so geht, wird sie demnächst einen Workshop „Stressbewältigung am Arbeitsplatz“ im Haus anbieten.

Progressive Muskelentspannung am Schreibtisch

Zeit für sich - Zeit für Entspannung Bild vergrößern

Zeit für sich - Zeit für Entspannung

Das nötige Wissen dazu hat sich Helga Kugler in Fortbildungen angeeignet. Der gelernten Krankenschwester war „das Thema Gesundheit schon immer sehr wichtig.“ Unter anderem ist sie heute Ausbilderin für progressive Muskelentspannung. Diese Trainingsmethode, die der US-Amerikaner Edmund Jacobson bereits vor gut 80 Jahren entwickelte, bietet sich gerade für „Schreibtischtäter“ an, da man die Übungen schnell mal zwischendurch am Arbeitsplatz durchführen kann. Die Übungen bestehen darin, dass man lernt, jede Muskelgruppe seines Körpers einzeln anzuspannen und danach wieder lockerzulassen. „Das kann man sitzend am Schreibtischstuhl machen oder auf einer Matte auf dem Boden liegend“, erklärt Helga Kugler. Ihr fällt auf, dass gerade „das Lockerlassen vielen Menschen schwerfällt“, deshalb rät sie ihren Kursteilnehmern, die Übungen regelmäßig durchzuführen. „Wenn man lernt, die Verantwortung für sich zu übernehmen und bewusst etwas für sich selbst zu tun, wird man merken, dass man dem Stress nicht hilflos ausgeliefert ist.“

Was so einfach klingt, will gelernt sein:
Wer die Progressive Muskelentspannung ausprobieren möchte, sollte einen Kurs oder Workshop belegen. Nur unter geschulter Anleitung erfährt man, wie es gelingt alle Muskelpartien nach und nach zu aktivieren und zu entspannen. Gute Kurse finden Sie z. B. bei jeder VHS; auch gesetzliche Krankenkassen bieten Kurse an.
Viele Menschen konnte Helga Kugler im Rahmen der Infobörse „Fit für Familie und Beruf“ des Jobcenters des Regionalverbandes Saarbrücken erreichen. Für die Veranstaltung zum Thema „Alltagstaugliche Methoden zur Stressbewältigung“ interessierten sich weit über 150 Personen. Im anschließenden Übungsteil konnten viele BesucherInnen die Entspannung am eigenen Leib erfahren.