17. 12. 2013

Kultur pur: Wer ist der Vater der SOS-Kinderdörfer?

Harald Schrott liest für SOS-Kinderdorf

Harald Schrott liest für SOS-Kinderdorf. Im Hintergrund: „Hillary Step“ von Gerit Koglin

Lesung des Schauspielers Harald Schrott und Versteigerung von 24 Kunstwerken für SOS-Kinderdorf in Berlin

Wer ist der Vater der SOS-Kinderdörfer? Warum setzte er sich vor fast 60 Jahren so engagiert für die Kinder dieser Welt ein? Und wie kann Kultur die Angebote der Berliner SOS-Kinderdorf-Einrichtungen unterstützen? Antworten auf diese Fragen lieferte eine unterhaltsame Benefizveranstaltung mit Lesung und Kunstauktion in der Galerie subject object in Berlin-Schöneberg. Insgesamt kamen an dem Abend 4.000 Euro als Spenden zusammen.

Galeristin Ljiljana Vulin-Hinrichs und Künstler Amir Omerovic Bild vergrößern

Führten unterhaltsam und mit viel Hintergrundwissen durch die Auktion: Galeristin Ljiljana Vulin-Hinrichs und Künstler Amir Omerovic

Der Abend begann mit einer kurzweiligen Lesung aus der Biografie "Für die Kinder dieser Welt – Hermann Gmeiner: Der Vater der SOS-Kinderdörfer." Der in Berlin lebende Schauspieler Harald Schrott vermittelte dem Publikum anschaulich und mit vielen Emotionen in den Worten, welche Schwierigkeiten Hermann Gmeiner in der Gründungsphase von „Societas Socialis“ begleiteten und wie er sich dennoch durchsetzte. Er endete mit dem prägenden Satz: "Ich werde Erfolg damit haben, auch wenn es euch nicht passt." Harald Schrott, bekannt aus Filmen wie "Allein gegen die Angst" und "Fay Grim", aber auch aus verschiedenen Tatort-Folgen, bestätigte aus seiner eigenen Kindheit in Tirol, wie wichtig für seine Eltern die Unterstützung von SOS-Kinderdorf immer war. Die Weihnachtskarten des Vereins gehörten von jeher in die Adventszeit seiner Familie. Gerne nahm er daher die Anfrage an, für den guten Zweck aus der Biografie des Gründers vorzulesen.

Einzigartige Kunstwerke kamen "unter den Hammer"

Eine von zwei Skulpturen des Abends: „Laufsteg“ von Amir Omerovic Bild vergrößern

Eine von zwei Skulpturen des Abends: „Laufsteg“ von Amir Omerovic

Im Anschluss daran fand die Auktion von 24 Kunstwerken statt. Renommierte Künstler der Galerie hatten ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt, um den SOS-Kinderdorf-Verein in Berlin zu unterstützen. Die Galeriebesucher hatten somit die Wahl zwischen verschiedensten Kunstwerken mit Startgeboten von 100 bis 5.500 Euro – und jedes Gemälde und jede Skulptur waren einzigartig. Besonders beeindruckte zum Beispiel das Ölgemälde „Hillary Step“ von Gerit Koglin, sowohl mit seinen Maßen (1,70 m x 1,60 m), als auch mit seiner Farbigkeit und Darstellungskraft. Ein Ausschnitt aus dem Gemälde – ein junges Mädchen auf einem Ball – war den Gästen bereits von der Einladungskarte bekannt. Ein schönes Highlight des Abends war abschließend die Verlosung eines Kunstwerkes von Gerit Koglin im Wert von 400 Euro. Alle Besucher hatten im Vorfeld die Möglichkeit gehabt, Lose für fünf Euro pro Stück zu kaufen und konnten somit hoffen, dass die Glücksfee ihre Losnummer ziehen würde.

Danke an die Leselounge und die Galerie

Initiiert und unterstützt wurde der Benefizabend durch die Leselounge Birgit Bauer und die Galerie subject object von Ljiljana Vulin-Hinrichs. Wir danken ihnen und allen Besuchern von Herzen für ihr Engagement!