01. 11. 2012

Tolle Workshops auf der 2. SOS-Kinder- und Jugendkonferenz

Aboinudi-Fadenspiele sind mehr! Vom Fingerfadenspiel zur Performance
Finger-Fadenspiele werden auf allen Kontinenten gespielt und fördern die Konzentration und das Gedächtnis – wichtige Voraussetzungen, um auch in der Schule zu lernen. Lothar Walschik, ausgezeichnet durch die UNESCO (Culture of peace), spielt mit den Kindern und Jugendlichen Figuren nach – mit einer Besonderheit: Die Teilnehmer ersetzen die Finger. Jeder Einzelne spielt eine entscheidende Rolle.

Messer, Schere, Feuer, Licht – ist für kleine Kinder nicht?
Das Spiel mit dem Feuer bedeutet eine große Verantwortung. Wer, wie der Ber-liner Künstler Kain Karawahn und seine Workshop-Gruppe, damit künstlerisch tätig ist, muss sich auf die anderen Mitglieder verlassen können und Sicherheits-regeln einhalten. Eine gute Übung für Teamarbeit während der Ausbildung und die Übernahme von Verantwortung im späteren Berufsleben.

Rock your life (Teen Coaching)
Wo sind Potenziale verborgen? Wie soll die Zukunft aussehen? Welcher Weg ist nach der Schule der richtige? In diesem mehrfach ausgezeichneten Coaching-Workshop entdecken die Kinder und Jugendlichen, die oft aus schwierigen Fa-milienverhältnissen stammen, welche Perspektiven sie haben und wie sie sie nutzen können.

Du bist, was du isst
Manchmal fällt das Lernen schwerer, manchmal leichter. Wie Ernährung und Be-wegung die Konzentration und das Lernen beeinflussen, verrät dieser Workshop. Die Teilnehmer beschäftigen sich außerdem mit alltäglichen Lebensmitteln, de¬ren Herkunft und Verarbeitung. Dazu besuchen sie zum Beispiel einen Bio-Bauernhof und einen Bio-Bäcker in Berlin. Zudem lernen sie Ausbildungs-, Berufs- und Karrierechancen im Lebensmittelbereich kennen.

Was ich Politikern immer schon mal sagen wollte
Wer ist für unsere Bildung verantwortlich? Viele antworten darauf: die Politik. Diese können die Teilnehmer bei einem Besuch im Bundestag hautnah erleben. Sie treffen Katja Dörner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, Bündnis 90/Die Grünen, und unterhalten sich mit ihr über Kinderrechte. Gemeinsam sammeln sie Wünsche, die sie im Anschluss für die Politiker der Kinderkommis-sion zusammenfassen.

Paddel-Peerkultur – Paddel-Probleme lösen ohne Erwachsene
Beim gemeinsamen Paddeln auf der Spree ist man immer wieder auf die Hilfe der anderen Gruppenmitglieder angewiesen. Diese Erfahrung machen die Kinder und Jugendlichen am ersten Workshoptag. Wie man sich auch im Alltag, zum Beispiel in der Schule, mit einer spannenden Methode gegenseitig unterstützen kann, lernen sie am zweiten Workshoptag auf dem Trockenen.

Die Kunst, sich nicht zu blamieren
Selbstbewusst und selbstsicher mit anderen Menschen umgehen, das will jeder – im Privatleben, im Beruf bzw. in der Schule. Denn denen, die die Regeln des Be-nimms und des guten Umgangs beherrschen, stehen im wahrsten Sinne des Wortes alle Türen offen.

Kreative Handyclips produzieren
Einen Handyclip hat fast jeder schon einmal gesehen. Doch wie entsteht er? Wie findet man hierfür überhaupt das passende Thema? Immer mehr Menschen beschäftigen sich beruflich mit der Entwicklung digitaler Inhalte: Natürlich muss ein Drehbuch her. Und dann die Umsetzung – der Dreh, der Schnitt, die Bearbeitung. Hier sind Kreativität und Gemeinschaftsleistung gefragt, damit die Gruppe am Ende ihren ganz eigenen kreativen Handyclip präsentieren kann.  

Die KiJuKo-Zeitung (Presse-Workshop)
Recherche, Redaktionskonferenz, Interviews – die Teilnehmer bringen die of-fizielle Zeitung zur Kinder- und Jugendkonferenz heraus und lernen den Berufs-alltag eines Journalisten kennen. Vormittags sind sie als rasende Reporter unter-wegs. Nachmittags schreiben sie wie in einer echten Redaktion die Zeitung, die am nächsten Morgen verteilt wird.
7 x 7 = feiner Sand – wofür braucht’s denn Mathe?
Eine Frage, die sich schon so mancher Schüler gestellt hat. Ines Petzschler, ausgezeichnet mit dem Cornelsen-Förderpreis für Mathematiklehrer, beweist, wie anschaulich und originell das Thema ist – anhand von Dingen, die Kindern und Jugendlichen Spaß machen: Fußball, Süßigkeiten oder einem Schummelwürfel.

Eine Welt mit Kinderrechten? (Straßeninterviews)
Selbst Fragen formulieren, ein Interview führen, eine Kamera in die Hand nehmen und einen echten Film drehen – die Teilnehmer dieses Workshops gehen in Moabit auf die Straße und haken nach: Was wissen die Erwachsenen über Kinderrechte und wie denken sie an ihre (Schul-)Ausbildung zurück? Aus den verschiedenen Stimmen entsteht eine kleine Reportage. Auch die Nachbearbeitung darf natürlich nicht fehlen.

Graffiti
Sie sind groß, bunt, auffällig, echte Kunst: Graffitis. Dass jeder die Kunst erlernen und sich darin ausleben kann, wird in diesem Workshop deutlich. Von der Idee, über die Gestaltung von Figuren und Buchstaben bis hin zum fertigen Gesamt-kunstwerk – beteiligt ist hieran jeder Einzelne.

Theater
Freies Spiel, freie Bewegung, freie Improvisation – in diesem Workshop zeigen die Teilnehmer, was sie in Bezug auf Bildung bewegt. Sie drücken ihre Wünsche, Visionen und Ziele beim Theaterspielen aus. 

Malen
Pinsel, Farben, Schwämme und vieles mehr helfen, dem Wunsch nach dem Recht auf Schule, Bildung und Ausbildung Ausdruck zu verleihen – auf dem Boden oder einer Staffelei, ob mit Werkzeugen oder Händen und Füßen. Es gibt kein gut und kein schlecht. Es gibt nur Kunst.

Tanz
Kann man das Recht auf Bildung tanzen? Und ob! Zunächst werden Wörter gefunden, die dieses Recht beschreiben. Aneinander gereiht und in rhythmische Bewegungen übersetzt, wird die Aussage für jeden deutlich – unabhängig von Sprache oder Kultur.

Go up – Klettern am magischen Berg
Europas größte Kletterhalle Magic Mountain im Berliner Wedding beeindruckt. Die Meter nach oben sind eine ganz schöne Herausforderung, kosten Über¬windung. Das, was die Teilnehmer hier erfahren, kennen viele aus der Schule oder vom Lernen. Gemeinsam wird überlegt, wie sich die Situation in der Kletterhalle auf den Alltag übertragen lässt und man auch hier Herausforderungen meistern kann.
Break-Dance
Beteiligung bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen selbst den anderen etwas beibringen. So wie Samed und Nico aus dem SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit, die mit den Teilnehmern „Moves“ einüben, die sie natürlich auch auf der Bühne vorführen. Hierbei fördert das Tanzen ihre Disziplin, die eine wichtige Voraussetzung für Ausbildung und Beruf ist.

Wie leben und lernen Kinder in Afrika?
SOS-Kinderdorf unterstützt nicht nur Kinder und Jugendliche in Deutschland, sondern auch im Ausland, zum Beispiel in Afrika. Um den Teilnehmern einen Eindruck zu verschaffen, wie die Kinder dort leben, lernen und ihre Freizeit ge-stalten, erstellt die Gruppe eine Fotokollage.

Wir basteln uns einen Gebildeten – Philosophieren über Bildung
Wann ist ein Mensch gebildet? Sieht er besonders aus und was macht ihn zu dem, was er ist? Die Teilnehmer des Workshops philosophieren über die Unter-schiede und Schnittmengen von Bildung, Weisheit, Menschsein und Erziehung und befragen die Menschen in ihrem Umfeld. Das Ergebnis wird ein selbst-gebastelter Gebildeter. 

Später werde ich einmal …  – Beruf und Arbeit mal ganz anders!
Der kreative Zukunftsworkshop beschäftigt sich mit den Berufswünschen der Teilnehmer. Gemeinsam überlegt man, wie jeder Einzelne sein Ziel erreichen kann.Bildungs-Bildhauerei
Christoph Gramberg, Berliner Bildhauer, erstellt eine Riesenskulptur aus Holz. An der Erschaffung des Kunstwerks aktiv beteiligt sind die Teilnehmer der SOS-Kinder- und Jugendkonferenz. Gemeinsam arbeiten sie mit dem wichtigen Rohstoff Holz und erlernen den verantwortungsvollen Umgang mit Werkzeug. Das Ergebnis? Eine Überraschung!