27. 09. 2012

Syrien: SOS-Kinderdorf Aleppo evakuiert

Mädchen vor zerbombten Haus

Aufgrund der anhaltenden Unruhen in Aleppo hat SOS-Kinderdorf entschieden, alle Familien des im Norden Syriens gelegenen Kinderdorfs zu evakuieren. Die 74 Kinder und Jugendlichen wurden zusammen mit ihren Kinderdorfmüttern und Betreuern ins 360 km entfernte SOS-Kinderdorf nach Damaskus gebracht.

Bild vergrößern

Rund um das SOS-Kinderdorf wurde die Lage in den vergangenen Wochen immer gefährlicher. Ständig waren Gewehrsalven und Granateneinschläge in der Umgebung zu hören. Vor einigen Wochen war sogar eine Autobombe in unmittelbarer Nähe explodiert. „Die Situation war nicht mehr zu verantworten“, sagte Gassan Al-Shami, der SOS-Dorfleiter von Aleppo.

Nachdem zunächst eine Evakuierung des Kinderdorfs wegen der Kämpfe nicht möglich war, nutzte man nun eine kurzfristig ruhigere Phase, um die Kinder und Mütter nach Damaskus zu bringen. Trotz der Kämpfe hätten die Kinder und Mütter aus Aleppo ungern das Dorf verlassen, teilte Gassan Al-Shami mit. "Das ist nun mal ihr Zuhause. Niemand verlässt das gern."

Wie lange das nun doppelt besetzte SOS-Kinderdorf in Damaskus seine Arbeit aufrechterhalten kann, ist unklar. Auch dieses Kinderdorf musste in den vergangenen Wochen zeitweise evakuiert werden. Nach Abflauen der Kämpfe in dem Vorort konnten Kinder und Mütter allerdings zurückkehren.

Helfen Sie den Familien und Kindern in Not!

Die seit Jahren anhaltenden kriegerischen Unruhen in Syrien fordern ihren Tribut besonders bei den Kindern und Jugendlichen. Mit Ihrer Spende können Sie helfen, die Arbeit unserer Mitarbeiter in Nothilfegebieten wie in Syrien und weltweit zu unterstützen.

Jetzt spenden