22. 10. 2012

Ein Freund fürs Leben

Kai Bormann führt die Familientradition weiter

Kai Bormann kann sich noch genau erinnern, als er als kleiner Junge zum ersten Mal ins SOS-Kinderdorf Harksheide kam. „Die Häuser sahen aus wie kleine Puppenhäuser, ich sehe die Kinderdorfmütter und die Kinder noch vor mir als wäre es gestern“. 

Das SOS-Kinderdof Harksheide Anfang der 60er Jahre Bild vergrößern

Das SOS-Kinderdof Harksheide Anfang der 60er Jahre

Eine dreiviertel Stunde war der Junge damals  gemeinsam mit seinen Großeltern gefahren, um im  gerade neu erbauten SOS-Kinderdorf vorbeizubringen, was dort dringend gebraucht wurde. „Möbel, Geschirr, Besteck – meine Großeltern fragten regelmäßig bei der Einrichtungsleitung nach, wo der Schuh gerade drücke. Sie waren begeistert von der SOS-Kinderdorfidee und haben so auf ihre Art geholfen.“
Und auch der damals Fünfjährige teilte mit den bedürftigen Kindern: „ In den 60er Jahren war es Luxus, dass ein Kind drei Kuscheltiere gleichzeitig hatte und im SOS-Kinderdorf gab es so viele Kinder, die gar keines besaßen. Nach und nach sind so mein Affe Bimbi, mein Zebra, eine Giraffe und jede Menge Matchboxautos ins Kinderdorf gewandert und von Familienhaus zu Familienhaus gezogen“.

"Der räumliche Bezug ist mir wichtig"

Kletterhaus Bild vergrößern

"Hier kann man klettern oder es sich einfach gemütlich machen"

Auch heute – mehr als fünf Jahrzehnte nach diesem ersten Besuch, ist Kai Bormann dem SOS-Kinderdorf treu verbunden. Die Einrichtungspatenschaft  führt er in dritter Generation fort und ab und an kommt er immer noch in „seinem“ SOS-Kinderdorf vorbei. „Die Arbeit, die dort seit vielen Jahren geleistet wird, ist einfach großartig, Jedes Kind hat ein liebevolles  Zuhause und die Chance, in einem geborgenen Umfeld zu wachsen, verdient – da muss man einfach helfen! Außerdem ist es natürlich schön, wenn man einen engen räumlichen Bezug hat und stets weiß und sehen kann, wo das gespendete Geld zum Einsatz kommt. “
Seit den Anfängen hat sich im SOS-Kinderdorf Harksheide natürlich Vieles  verändert: Die Häuser wurden renoviert und für die jeweiligen Bedürfnisse der nachfolgenden Generationen erweitert,  es gibt  Computer- und Leseecken und das Spielzeug wird anders als früher nicht mehr von Familie zu Familie weiter gereicht. Ein Ausbildungsbereich, in dem Jugendliche, die sonst nur schwer einen Ausbildungsplatz finden würden, die Möglichkeit einen Beruf zu erlernen, das Team der Schulsozialarbeit und zahlreiche Beratungsangebote für Familien komplettieren das Angebot.

"Ich wünsche dem SOS-Kinderdorf viele Unterstützer!"

Ein Mädchen umarmt einen Schneemann. Bild vergrößern

Im kommenden Jahr feiert das SOS-Kinderdorf nun rundes  Jubiläum  und natürlich hat der langjährige Wegbegleiter Kai Bormann einen besonderen Wunsch für das „Geburtstagskind“:  „Ich wünsche mir, dass es immer genug Menschen geben wird, die für das SOS-Kinderdorf spenden und ein offenes Herz für die  Anliegen der Kinder haben.  Und ich hoffe, dass es immer Kinder geben wird, die dieselben Erfahrungen machen dürfen, die  ich vor 50 Jahren gemacht habe – dass es auf der einen Seite  viele Kinder gibt, die in einer glücklichen und privilegierten Familie aufwachsen dürfen  – aber dass es ebenso viele Mädchen und Jungen gibt, denen dieses Glück  verwehrt bleibt. Und dass man diesen Kindern helfen muss“. Dass Kai Bormann weiterhin helfen wird, steht für ihn außer Frage. Bei Arbeitskollegen rührt er kräftig die Werbetrommel und auf seinem Schreibtisch steht ein Foto des SOS-Kinderdorfs. „So habe ich die Kinder immer vor Augen“.

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Ein Sommertag im SOS-Kinderdorf Harksheide

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