20. 05. 2016

Imker bringen Welt der Bienen in die SOS-Kita

SOS-Kita bekommt Besuch von Imkern

Gruppenbild mit den Imkern Martin Höfle (links hinten), Marc Sieling (Mitte hinten) und Michelo Höfle (rechts hinten)

Von Drohnen, Stockmeißeln und Honigtau

Leo aus der SOS-Kita weiß, warum ein Bienenvolk nicht so viele Drohnen braucht: „Weil die fressen nur“, erklärt er auf eine Frage von Imker Michelo Höfle. Je eine Stunde lang entführten Höfle, sein Sohn und ein weiterer Mitwirkender des Projekts „Bee happy“ der Herzogsägmühle in Peiting die Kinder der Blauen und Roten Gruppe ebenso informativ wie kindgerecht in die spannende Welt der Honigbienen.

Zwei Kita-Kinder probieren Honig aus der Wabe Bild vergrößern

„Lecker“ schmeckte den Kindern der Honig frisch aus der Wabe.

Michelo Höfle ließ die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes begreifen: Jeder durfte sich eines der mitgebrachten Imker-Geräte schnappen und erklären (lassen). So lernten die Kleinen den Stockmeißel, das wichtigste Werkzeug des Imkers, ebenso kennen wie die Wachsplatten, mit denen die Imker den Bienen ein Stück Arbeit beim Wabenbau abnehmen. Sie kosteten Honig frisch aus der Wabe („lecker!“), aber auch den Pollen, den die Bienen in ihren „Höschen“ nach Hause bringen („schmeckt nicht so gut“).

Imker zeigt den Kindern Bienenbilder Bild vergrößern

Der junge Imker Martin Höfle zeigt den Kleinen Drohne, Königin und Arbeitsbiene.

Marc Sieling, Leiter der Licht- und Wachsmanufaktur in der Herzogsägmühle, erläuterte die Weiselzelle als Geburtsort der Königin und zeigte den Buben und Mädchen das Wachs, das die Bienen über ihre acht Drüsen auf der Bauchseite ausscheiden. Der junge Imker Martin Höfle zeigte, wie ein Schwarm mit Sprühflasche und Kehrbesen eingesammelt wird und berichtete aus eigener Erfahrung, dass auch die Königin nach dem Schlüpfen einen Stachel hat.

Die Kleinen erfuhren, dass der Frühjahrshonig wegen des vielen Fruchtzuckers aus den Obstbaum- und Löwenzahnblüten heller ist und beim dunklen Waldhonig der Honigtau der (Fichten-) Läuse den würzigen Geschmack gibt. Und sie wissen nun, dass Drohnen nicht nur fressen – sondern auch die Königin befruchten.