07. 10. 2016

Hurrikan "Matthew": Angst vor der Cholera

Junge aus Haiti

SOS-Kinderdorf Haiti leistet Nothilfe

Es war die verheerendste Natur-Katastrophe seit dem Erdbeben 2010: Mit Windgeschwindigkeiten von 220 Stundenkilometern ist Hurrikan Matthew im Herbst 2016 über Haiti gefegt. Vor allem der Südwesten des Landes war stark betroffen. Starke Sturmböen und intensive Regenfälle verursachten Erdrutsche und Überschwemmungen, Dächer wurden abgedeckt und Stromleitungen zerstört.

Das Problem: kein sauberes Trinkwasser

Haiti: SOS-Kinderdorfmitarbeiter verteilen sauberes Wasser Bild vergrößern

Hilfe von SOS-Kinderdorf: Sauberes Wasser und Lebensmittel für Notleidende

Da vielerorts Latrinen beschädigt und Friedhöfe überschwemmt wurden, ist das Wasser derzeit hoch kontaminiert. Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet den Ausbruch einer Cholera-Epidemie - bereits jetzt leiden vielerorts Menschen an der Durchfallerkrankung oder sterben aufgrund ihrer schwachen körperlichen Konstitution an deren Folgen. Nach dem schweren Erdbeben 2010 waren mehr als 8500 Menschen auf Haiti an der Seuche gestorben.

Dorfpate in Haiti

Mädchen am Esstisch

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Die Regierung in Haiti hat den Notstand ausgerufen sowie Notunterkünfte eingerichtet. 

Schwere Überschwemmungen nach Hurrikan Matthew Bild vergrößern

Schwere Überschwemmungen nach Hurrikan Matthew

"Mindestens 1,4 Millionen Menschen brauchen Hilfe", sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon. "Einige Städte und Dörfer sind fast von der Landkarte gefegt worden. Felder und Essensreserven wurden zerstört. Mindestens 300 Schulen wurden beschädigt." Trotz Aufbauhilfe aus der ganzen Welt leiden viele Familien wirtschaftlich noch immer unter den Folgen des schweren Erdbebens von 2010. Unzählige leben nach wie vor in Zelten oder notdürftig errichteten Hütten, die Versorgungslage ist schlecht.

Nothilfe startet: SOS-Kinderdörfer blieben unversehrt

Die drei SOS-Kinderdörfer auf Haiti haben den Sturm bisher unbeschadet überstanden. Daher ist es den SOS-Kinderdorfmitarbeitern schnell möglich, Nothilfe zu leisten. SOS-Kinderdorfmitarbeiter sind in den betroffenen Gebieten unterwegs, um das Ausmaß der Schäden und den Hilfsbedarf für die Menschen einzuschätzen. Sie verteilen Lebensmittel und frisches Wasser.

Mit den sofortigen Nothilfemaßnahmen können unmittelbar mindestens 200 Familien unterstützt werden:

  • Verteilung von Lebensmittelpaketen, vor allem mit frischem Wasser und hochwertiger Nahrung
  • Einrichten von Kinder-Schutzräumen (Child friendly spaces), in denen Kinder Schutz finden, sowie unterrichtet und betreut werden
  • Reparaturarbeiten an den Hermann-Gmeiner-Schulen - allein in der Schule in Les Cayes  muss 80 Prozent der Dachfläche erneuert werden
  • Instandsetzung der Schäden an den Familienzentren in Bord de Mer, Bourjolly und Tikok

Hintergrundinformation
Derzeit leben in Haiti 500 Kinder und über 200 Jugendliche in insgesamt drei Kinderdörfern und weiteren SOS-Einrichtungen in den Städten Port-au-Prince, Les Cayes und Cap-Haitien. 2.000 Kinder besuchen die Hermann-Gmeiner-Schulen vor Ort. Zusätzlich begleiten die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter insgesamt rund 3.400 Familien, die in Slums und Armutssiedlungen leben.

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