20. 09. 2012

Hilfe für Kinder im Urlaubsparadies

Mauritius: weiße Strände, gesäumt von Palmen, smaragdgrünes Wasser, ganzjährige Sonnengarantie. Der Traum vom perfekten Urlaub in der Ferne. "Es ist schön hier. Aber es ist nicht alles in Ordnung."

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Manju - eine sichere Zukunft im SOS-Kinderdorf

Manju ist 13. Sie weiß, wovon sie spricht. Seit drei Jahren lebt sie im SOS-Kinderdorf Bambous. Ein Glücksfall für sie, die über ihre Vergangenheit nicht gerne spricht. Zwar hat sich die Lage in Bezug auf die Menschenrechte in Mauritius stark verbessert, ist die Demokratie in ihren Grundsätzen gesichert. Es geht sozial und wirtschaftlich bergauf. Doch es gibt noch immer schwerwiegende Probleme: Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen, Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern. Auch Kinderarbeit und Kinderhandel sind nach wie vor ein Thema. Besonders Kinder, die einer ethnischen Minderheit angehören, sind gefährdet, in der Kinderprostitution zu landen, nicht selten im Umfeld des Tourismus.

Manju ist ein zurückhaltendes, sehr höfliches junges Mädchen. Manchmal schon richtig erwachsen. Dann wieder froh, im SOS-Kinderdorf, wo sie lebt, Sicherheit und Geborgenheit zu finden: "Und das sind meine kleinen Brüder, also meine SOS-Brüder, meine ich. Nur Flausen im Kopf, aber ich hab’ sie trotzdem gern." Wenn man sie so reden hört, vergisst man, dass die Dreizehnjährige das Leben auf der Straße nur zu gut kennt.

SOS-Kinderdorf hilft seit 1989 auf Mauritius. Derzeit gibt es zwei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Kindergärten, eine SOS-Jugendeinrichtung, ein SOS-Sozialzentrum und ein SOS-Berufsausbildungszentrum, in dem Jugendliche eine Ausbildung absolvieren können, um später einmal auf eigenen Beinen zu stehen.
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