11. 06. 2012Quelle: Kathrin Hindenberg

Augen auf, Ohren auf - bei uns gibt's was zu entdecken

Die Kleinen entdecken die Welt mit Spaß und Kreativität

Die Kleinen entdecken die Welt mit Spaß und Kreativität

Die Kita im SOS-Kinderdorf Niederrhein ist ab sofort ein "Haus der kleinen Forscher"!

Leuchtend grün prangt die Plakette an der Eingangstür. Die Kinder sind stolz auf "ihre Auszeichnung", die sie vor kurzem von der Stiftung verliehen bekommen haben. Sophie (4 Jahre) bringt es auf den Punkt: "Wir haben ganz viel experimentiert und noch mehr Projekte gemacht. Das haben wir uns wirklich verdient!"

Alle Pflanzen eingegraben! Bild vergrößern

Alle Pflanzen eingegraben!

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich bundesweit für die naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter. Ziel der Initiative ist es, die Bildungschancen von Kindern in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik nachhaltig zu verbessern.

So etwas können Kinder schon? Na klar!

Im eigenen Garten macht selbst Unkrautjäten Spaß Bild vergrößern

Im eigenen Garten macht selbst Unkrautjäten Spaß

"Eine tolle Idee", fand auch die Leiterin der integrativen Kindertagesstätte am Niederrhein, Kathrin Hindenberg - und bewarb sich mit Ihren Kolleginnen. Gemeinsam wurde die Idee des Sinnengartens entwickelt. "Wir haben verschiedene Beete angelegt. Wie riechen Pflanzen? Welche unterschiedlichen Gelbtöne haben Blüten? Welche Kräuter kann man essen? Und wie hört es sich an, wenn der Wind die Gräser sanft bewegt? - Das alles lernen die Kinder ganz spielerisch. Und alle sind mit Feuereifer dabei - selbst wenn es ums Unkrautjäten geht". Jede Woche werden Experimentiertage veranstaltet. Die Erzieherinnen bringen viele Themenvorschläge mit, einige Ideen entstehen allerdings auch beim Spielen:  "Wir lassen uns gerne von den Kindern inspirieren. Neulich hat eines gefragt, wie ein Ei in eine Flasche komme. Diese Frage haben wir aufgegriffen und gemeinsam mit den Kindern nach einer Antwort gesucht", erklärt die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiterin.

Beim "Tag der offenen Tür" - der offiziellen Feier, bei der die Plakette verliehen wurde, bewiesen die kleinen Forscher, was sie alles gelernt haben - spielerisch und ganz nebenbei. An der Experimentierstrecke mit Versuchen mit Magneten und Papierblumen, staunte die "ältere Generation" nicht schlecht. "So etwas können die Kinder schon?" 

Aus kleinen Forscher werden große!

Auch die Kleinsten dürfen schon garteln Bild vergrößern

Auch die Kleinsten dürfen schon "garteln"

Auf der Auszeichnung ausruhen will sich in der InKita niemand: Geforscht wird  auch in Zukunft! Kathrin Hindenberg sprudelt vor Ideen: "Wir haben viele Pläne. Gemeinsam mit den Auszubildenden aus dem SOS-Kinderdorf möchten wir  einen Kräutergarten anlegen oder das Thema Gesunde Ernährung besprechen. Oder eine Umweltpolizei in Leben rufen, die sich mit dem Thema Energie und Strom beschäftigt." Und vielleicht wird bei so viel Tatendrang aus manch kleinem Forscher später einmal ein ganz Großer.

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Über die integrative Kindertagesstätte

"Jeder verdient Respekt, jedes Kind ist gleich viel wert, ganz egal, ob es eine Behinderung hat oder nicht.", lautet das Motto der InKita in Kleve. Zwei der Kita-Gruppen im SOS-Kinderdorf Niederrhein nehmen je fünf Kinder mit einer Behinderung oder Entwicklungsverzögerung auf; auch zwei autistische Kinder besuchen die Tagesstätte.  Und davon profitiert die gesamte Gruppe: „Alle erleben sich im Miteinander einfach als Kinder, als Teil ihrer Gruppe. Und alle lernen hier voneinander“, beobachtet Kathrin Hindenberg.