16. 07. 2013

Griechenland: Familien brauchen weiterhin Hilfe

Kleiner Junge beim Mittagessen

Junge beim Mittagessen

Ein Großteil der Bevölkerung in Griechenland leidet aufgrund der Finanzkrise weiterhin große Not. 1,3 Millionen Menschen sind mittlerweile arbeitslos – fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Familien mit Kindern trifft es besonders hart: aktuellen Erhebungen zufolge leben derzeit mehr als 22 Prozent der Familien und 24 Prozent der Kinder in Griechenland  unterhalb der Armutsgrenze. Die finanzielle Notlage vieler Privathaushalte bekommt auch SOS-Kinderdorf in Griechenland zu spüren: Es gibt weitaus mehr Unterstützungsanfragen, als die Mitarbeiter momentan bewältigen können.

Ein Mädchen schaut in die Kamera Bild vergrößern
Die SOS-Familienstärkungsprogramme in Athen und auf  Kreta haben mittlerweile eine Warteliste eingerichtet, die Sozialzentren in Athen und Thessaloniki sind weiterhin dringend auf Sachspenden (insbesondere Lebensmittel) angewiesen.

Kleine Erfolgsgeschichten

Dennoch gibt es immer wieder Erfolgserlebnisse zu berichten. „Es sind diese kleinen Geschichten, die jeden Tag aufs Neue Mut machen“, berichtet ein SOS-Mitarbeiter in Athen. „Von den griechischen Sozialbehörden wurde uns eine alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern vermittelt. Die Frau war arbeitslos, hatte keine Wohnung, an allen Ecken und Enden fehlte es am Nötigsten. Wir nahmen Sie in unser Familienstärkungsprogramm auf – und langsam gelang es den Mitarbeitern des SOS-Sozialzentrums, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Die Alleinerziehende erhielt psychologische Unterstützung, um mit der schwierigen Situation und den Existenzängsten in Bezug auf die Kinder besser umzugehen. Auch beim Schreiben von Bewerbungen und bei der Jobsuche wurde sie unterstützt.“ Nach einigen Wochen intensiver Arbeit kam der Lohn: Schon nach kurzer Zeit erhielt die Mutter eine auf sechs Monate befristete Stelle als Verkäuferin. Und unterstützt durch Spenden fand die kleine Familie auch bald eine eigene Wohnung. Schon vor Ende ihres befristeten Arbeitsvertrages suchte die Mutter eine weitere Stelle und fand schließlich eine unbefristete Anstellung in einer Bäckerei. Dank der Unterstützung des SOS-Familienstärkungsprogrammes in Athen kann die Mutter nun wieder für sich und ihre beiden Kinder sorgen. Zudem wurde das Selbstvertrauen der Mutter gestärkt.

Wir wünschen der Familie viel Glück und Kraft in dieser schwierigen Zeit!

So hilft SOS-Kinderdorf in Griechenland:
Familienstärkungsprogramme in Athen und Thessaloniki

Angeschlossen an die SOS-Kinderdorfeinrichtungen gibt es in Athen und Thessaloniki, den beiden größten Städten Griechenlands, drei SOS-Sozialzentren, die sogenannte Familienstärkungsprogramme anbieten. Ein Team aus Sozialarbeitern, Psychologen und Heilpädagogen unterstützt Familien in sozialer Notlage. Neben der Grundversorgung mit Grundnahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten bekommen die Familien psychologischen Rat und profitieren von vielfältigen Beratungsangeboten. Kinder mit Lernschwierigkeiten werden bei schulischen Defiziten unterstützt.
Insgesamt werden in den Familienstärkungsprogrammen derzeit 419 Familien unterstützt: 826 Kinder und 689 Erwachsene

Helfen Sie SOS-Kinderdorf in Griechenland!

Kleiner Junge beim Mittagessen

Mit Ihrer Spende sorgen Sie dafür, dass die Kinder und Jugendlichen weiterhin ein Zuhause haben.

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