17. 08. 2015

Als FSJ’lerin in einer SOS- Kinderdorffamilie: Ein Interview

Bild: Franziska (links) genießt  mit L. aus der SOS-Kinderdorffamilie die Ferien an der Ostsee.

Bild: Franziska (links) genießt  mit L. aus der SOS-Kinderdorffamilie die Ferien an der Ostsee.

"Ich konnte vieles selbst entscheiden und eigene Ideen einbringen"

Es war ein durch und durch spannendes Jahr: Zwölf Monate absolvierte Franziska ein Freiwilliges Soziales Jahr im SOS-Kinderdorf Berlin. Ihr Highlight: Ein Urlaub mit der SOS-Kinderdorffamilie an der Ostsee

Franziska, was hat Dich dazu bewogen, Dich für ein FSJ in einer Kinderdorffamilie im SOS-Kinderdorf Berlin zu bewerben? Wolltest Du das unbedingt oder war es eher ein Zufall?
Ich wollte unbedingt vor meinem Studium ein FSJ im Bereich mit Kindern bzw. Jugendlichen machen. Einfach um zu wissen, ob es das Richtige für mich ist. Dass ich genau im SOS-Kinderdorf in meiner Kinderdorffamilie lande, war eher Zufall.
Kannst Du Dich noch an Deinen ersten Tag erinnern?
Oh ja, das kann ich ganz genau. Ich war ziemlich aufgeregt und wusste nicht so genau, was auf mich zukommt und wie die Kinder auf eine neue FSJlerin reagieren. Aber der Tag war super schön.
Wie viele Kinder wohnen in „Deiner“ Kinderdorffamilie?
Sechs, drei Jungs und drei Mädchen.
Was waren Deine Aufgaben? Konntest Du darauf Einfluss nehmen, was Du machst? Konntest Du z.B. Deine Interessen und Fähigkeiten einbringen?
Meine Aufgaben waren eigentlich alles, was mit den Kindern zu tun hatte: Spielen, Hausaufgaben machen, lernen und sie zu Terminen begleiten. Ich konnte vieles selbst entscheiden und eigene Ideen einbringen, dafür war immer Platz.
Was hat Dir am meisten Spaß gemacht? Gab es Highlights für Dich in diesem Jahr?
Auf jeden Fall die Ferienfahrt an die Ostsee. Es war ganz toll mit meinen Kollegen und den Kindern. Und es ist natürlich auch was ganz anderes, die Kinder mal 24 Stunden zu sehen. Insgesamt hat mir aber das ganze Jahr richtig gut gefallen.
Hat Dir etwas überhaupt nicht gefallen oder warst Du manchmal überfordert?
Gestört haben mich vielleicht manchmal die Arbeitszeiten. Ab und zu wäre es auch schön gewesen, den Nachmittag frei zu haben und nicht immer den Morgen. Aber dafür gab es ja die Ferien, da waren die Zeiten dann flexibel. Und ich denke, dass es normal ist, wenn man manchmal überfordert ist. Schließlich hat man meistens noch nie in dem Bereich gearbeitet. Aber es war nie was wirklich Schlimmes.
Hattest Du Dir eigentlich alles so vorgestellt oder warst Du auch von etwas überrascht?
Ich hatte mir vieles so vorgestellt wie es war. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass es mir am Ende so schwer fallen würde, wieder zu gehen.
Wurdest Du von jemandem im Kinderdorf begleitet? Konntest Du Einblicke in die vielfältigen Angebote des Kinderdorfes bekommen?
Ich hatte eine sehr nette Anleiterin, mit der ich über alles sprechen konnte. Aber auch mit meinen anderen Kollegen war es immer toll und vor allem lustig :) Die anderen FSJler und Praktikanten habe ich auch kennengelernt. Am Ende war ich noch im Familiencafe bzw. bei den Straßenspielen. Das war auch super. Außerdem hätte ich noch andere Möglichkeiten gehabt, das Kinderdorf kennenzulernen.

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