27. 10. 2014

Energetische Dächer für das SOS-Kinderdorf

In neuem Glanz erstrahlt das frisch sanierte, energetisch auf den neuesten Stand gebrachte Dach von Haus 6 im SOS-Kinderdorf.

In neuem Glanz erstrahlt das frisch sanierte, energetisch auf den neuesten Stand gebrachte Dach von Haus 6 im SOS-Kinderdorf.

Sanierungen an den fast 60 Jahre alten Gebäuden

Für die Kleinen war es eine spannende Abwechslung: Knapp drei Wochen lang zierte ein großes Gerüst „ihr“ Haus im SOS-Kinderdorf, wurde das Dach von Krippe und Kindergartengruppe ab- und wieder neu gedeckt. Nun sind Haus 4 und 6 für je rund 30 000 Euro erfolgreich energetisch saniert – doch etliche weitere Häuser warten noch auf ein neues Dach, berichtet Dorfmeister Manfred Bauer.

Defekte Holzsichtleiste, marode Zahnleiste und keine Dämmung: Die Dächer im SOS-Kinderdorf sind dringend sanierungsbedürftig. Bild vergrößern

Defekte Holzsichtleiste, marode Zahnleiste und keine Dämmung: Die Dächer im SOS-Kinderdorf sind dringend sanierungsbedürftig.

Das Alter macht sich deutlich bemerkbar an den Gebäuden im SOS-Kinderdorf: Die Dachplatten sind bröselig, die Bleche verrostet, die Zahnleisten an der Firstseite des Dachabschlusses zum Teil verfault, die Holzsichtleisten unterhalb des Dachs an manchen Stellen verrottet. Vor allem aber war es zur Bauzeit der Häuser vor 50, bald 60 Jahren noch üblich, ein „Kaltdach“ zu bauen: Die Decke wurde lediglich mit einer Schicht Glaswolle versehen, von einem Energiewert kann so keine Rede sein, erklärt der Dorfmeister.

Die alten Dächer waren in die Jahre gekommen

Um die Häuser nicht zu erhöhen und die Symmetrie der Gebäude nicht zu verändern, entschied man sich bei der nachträglichen Dämmung gegen eine Aufdach-  und für eine „Berg-und-Tal-Isolierung“. Dabei wird eine atmungsaktive Dampfsperre, Klimamembran genannt,  zwischen Pfetten und Sparren gelegt und die Zwischenräume ausgedämmt. Darüber folgt eine Holzfaserplatte und der übliche Dachaufbau mit Lattung, Konterlattung und neuen Dachplatten. Statt der Zahnleisten, die regelmäßiges Streichen erforderten, wurden Bleche montiert, die losen Firste in Trockenbauweise erneuert, die angegriffenen Regenrinnen ersetzt und Schneefanggitter montiert. Zimmerer und Spengler – beides örtliche Firmen – arbeiteten dabei zeitsparend Hand in Hand und abwechselnd an den beiden Häusern. Ein drittes Dach, das heuer noch saniert hätte werden sollen, fiel der unvorhergesehenen Reparatur an einer Heizungsanlage zum Opfer.

Jetzt hofft Bauer, dass in den kommenden Jahren wieder mindestens zwei, wenn nicht drei Häuser saniert werden können. Schließlich stehen noch insgesamt elf Gebäude aus, die zur Freude der kleinen Bewohner, aber auch als Beitrag zum Klimaschutz ein neues, wärmegedämmtes Dach bekommen müssen.

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