12. 08. 2015Quelle: Text und Bilder: Holger Stigler

Eine Erfolgsgeschichte sondergleichen

Auftritt der Kinder Trachtentanzgruppe

Auftritt der Kinder-Trachtentanzgruppe

Jede Menge Glückwünsche sowie jede Menge Spaß und Unterhaltung: Der Kinderdorf-Tag stand ganz im Zeichen des 60. Geburtstages von SOS-Kinderdorf Deutschland. Den Festakt im Zelt moderierte der Immenreuther Dorfleiter Alfred Schuster gemeinsam mit der zehnjährigen Samantha, die seit vier Jahren im Kinderdorf lebt.

Das Kinderdorfkind Samantha führt zusammen mit  Alfred Schuster durch das Programm Bild vergrößern

Das Kinderdorfkind Samantha führt zusammen mit dem Einrichtungsleiter Alfred Schuster durch das Programm

Dr. Kay Vorwerk, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer SOS-Kinderdorf e.V., bezeichnete die vergangenen 60 Jahre als eine „Erfolgsgeschichte sondergleichen“. Es sei unglaublich, was Hermann Gmeiner aus einer Idee geschaffen habe. „Aber er war stur und hat sich gegen alle Widerstände durchgesetzt“, so Vorwerk.  Heute sei das SOS-Kinderdorf in fast allen Ländern der Erde präsent. „Wir stehen nicht für ein kurzfristiges Engagement, sondern für Dauerhaftigkeit“, sagte Vorwerk. Angesichts der aktuell großen Anzahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge seien auch die Kinderdörfer gefragt und zur Hilfe aufgerufen. Der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert hob die schon 60 Jahre währende engagierte Arbeit für die schwächsten Kinder der Gesellschaft hervor.

Dank einer Einrichtung wie das SOS-Kinderdorf werde auch die Arbeit der Jugendämter sehr erleichtert. „Das SOS-Kinderdorf Immenreuth ist ein wichtiger Partner für die Jugendhilfe des Landkreises“, sagte Lippert. An Dorfleiter Alfred Schuster überreichte der Landrat einen Scheck in Höhe von 1000 Euro aus den ihm zur Verfügung stehenden Sparkassen-Mitteln: Die Summe soll für die Arbeit mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen verwendet werden.

Viel Lob - das tut gut!

Die-Festansprache übernimmt die Staatsministerin Emilia Mueller Bild vergrößern

Die Festansprache übernimmt die Staatsministerin Emilia Mueller

Die Gemeinde ist stolz aus das SOS-Kinderdorf“, sagte der Immenreuther Bürgermeister Heinz Lorenz. Er selber könne aus eigener Erfahrung berichten, welch wertvolle Arbeit hier geleistet werde. „Ich bin 1978 ins Kinderdorf gekommen und habe hier ein neues Zuhause gefunden“, so der Bürgermeister. Dorfleiter Alfred Schuster dankte allen, die zur Erfolgsgeschichte des Kinderdorf-Vereins insgesamt sowie zum Entstehen der Immenreuther Einrichtung beigetragen hatte.

Besonders freute er sich darüber, dass beim Festakt auch Gabriele Sieber anwesend war, die vor gut 50 Jahren ein Grundstück mit einer Größe von 20.000 Quadratmetern gespendet hatte, wo das SOS-Kinderdorf „Oberpfalz“ schließlich verwirklicht werden konnte. Auch viele ehemalige Kinderdorfmütter, den ehemaligen Dorfleiter Hans-Manfred Milde sowie zahlreiche weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft konnte Schuster gemeinsam mit Kinderdorfkind Samantha begrüßen. 

Ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt

Die Fahrt mit dem historischen Bulldog machte nicht nur den Kindern viel Spaß Bild vergrößern

Die Fahrt mit dem historischen Bulldog machte nicht nur den Kindern viel Spaß

Am Nachmittag schloss sich ein abwechslungsreiches Programm an: Am Dorfplatz gab es nicht nur Kaffee und Kuchen, auch für musikalische Unterhaltung und tänzerische Einlagen war dort gesorgt. Weiter konnte an verschiedenen Stationen kreativ gebastelt und gefädelt werden, die Kinder konnten einen Bierkastenturm erklimmen, sich schminken lassen und sich auf der Slackline versuchen oder mit den Bulldogfreunden Zessau eine Ausfahrt auf einem historischen „Fendt“, „Deutz“ oder „Hanomag“ erleben. Bärentheater und Marionettenspiel waren ebenfalls geboten wie zum Abschluss der Auftritt von „Clown Heini“ im Festzelt.