21. 03. 2014

Ein sicherer Hafen für Kinder in Düsseldorf-Garath

Strahlender Sonnenschein beim Baustellenfest

Strahlender Sonnenschein beim Baustellenfest

Der SOS-Kinderdorf e.V. feiert den Auftakt des ersten städtischen SOS-Kinderdorf in Nordrhein-Westfalen

Rund 130 Nachbarn, Freunde und Förderer feierten gemeinsam mit SOS-Kinderdorf den offiziellen Startschuss zum städtischen SOS-Kinderdorf Düsseldorf-Garath in der Heinrich-Lersch-Straße 26. Während einer Baustellenfeier konnten sich die Besucher ein erstes Bild der Einrichtung machen, die zugleich auch das erste städtische SOS-Kinderdorf Nordrhein-Westfalens ist.

Freuten sich über die Baufortschritte Bild vergrößern

Freuten sich über die Baufortschritte: Matthias Meß, Geschäftsführer der CEWE Stiftung mit Elke Tesarczyk, Ressortleiterin Marketing beim SOS-Kinderdorf e.V. und Einrichtungsleiter Herbert Stauber

"Geborgenheit, Unterstützung und ein Zuhause als sicherer Hafen sind wichtig für eine gelungene Zukunft. In der SOS-Gemeinschaft finden Kinder, mit denen es das Leben nicht so gut gemeint hat, individuelle Förderung für ein Leben voller Möglichkeiten“, erklärte Herbert Stauber, Leiter SOS-Kinderdorf Düsseldorf. Diesen Sommer ziehen die ersten fünf Kinder in das bis dahin fertig gestellte Haus ein, zusammen mit der Kinderdorfmutter Kathrin Ruhland, die derzeit noch als Erzieherin in der SOS-betriebenen KiTa in der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße arbeitet. Das städtische SOS-Kinderdorf hat auch schon einen ganz besonderen Schirmherrn: Dirk Elbers. Der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf konnte aufgrund seines straffen Terminkalenders leider nicht persönlich anwesend sein, doch schickte er die besten Wünsche und sagte bestmögliche Unterstützung zu.

Kindgerechte und liebevolle Umgebung

SOS-Kinderdorfmutter Kathrin Ruhland Bild vergrößern

Bald ist das neue Haus fertig: SOS-Kinderdorfmutter Kathrin Ruhland mit Besucherkindern, die sich anschauen wollten, wie ein SOS-Kinderdorf-Haus gebaut wird.

Eine Baustellenbesichtigung vergegenwärtigte den derzeitigen Stand der Umbauarbeiten: Das Gebäude wurde komplett entkernt, ein neuer Estrich ist verlegt, die Elektroinstallationen sind angebracht. Ziel ist, aus den zwei Reihenhäusern aus den 1960er Jahren eine kindgerechte und liebevolle Umgebung zu schaffen. Das Erdgeschoss gehört der Familienküche samt großem Gemeinschaftsbereich. Auch die Kinderdorfmutter bekommt hier ihren Rückzugsraum. Das Ober-geschoss ist das Reich der Kinder. Charmanter Clou: Mit Kreide aufgemalte Möbel unterstützten die Fantasie der Gäste, wie es einmal im neuen SOS-Kinderdorf aussehen könnte. Draußen lädt ein rund 250 Quadratmeter großer Garten zum Spielen und Toben ein. Und wer nach dem Rundgang im weitläufigen Haus Hunger verspürte, den erwarteten selbstgemachte Suppen, belegte Brote, Kaffee und Kuchen.

Ein geborgenes Zuhause in gewohnter Umgebung

Hier soll einmal der Schreibtisch stehen! Bild vergrößern

Mir Kreide vorgezeichnet: Hier soll einmal der Schreibtisch stehen!

„Wir holen die Kinder da ab, wo sie gefährdet sind und gehen dahin, wo die Probleme entstehen. Somit bleibt ihr Bezug zum Wohnort erhalten. Durch die geografische Nähe fördern wir auch die emotionale Verbindung zu ihren Eltern“, erläuterte Herbert Stauber die Besonderheiten eines städtischen Kinderdorfs. Kinderdorfmutter Kathrin Ruhland war von Anfang an bei der Planung der Innenausstattung involviert: „Ich wollte es hier ganz besonders gemütlich für die Kinder machen. Sie sollen sich so wohl wie möglich fühlen.“ Im 42 Quadratmeter großen Wohn- und Essbereich trifft sich die Familie schon bald zum Spielen, Reden und Feiern – und natürlich zu allen Mahlzeiten. Gerade für Kinder, die viel Schlimmes erlebt haben oder oft nicht ausreichend versorgt wurden, ist gemeinsames Kochen und Essen besonders wichtig. Die Kinderzimmer im ersten Stock werden individuell gestaltet und bieten den Kindern auch die Möglichkeit, die Tür hinter sich zu schließen – wie in einer ganz normalen Familie eben.

Gemeinsam unter einem Dach

Im künftigen SOS-Kinderdorf-Haus stehen in den kommenden Monaten noch weitere Modernisierungen an: Malerarbeiten innen wie außen, die Installation der sanitären Anlagen, die komplette Möblierung. Der große Garten muss ebenfalls noch angelegt werden, damit die Familie bei schönem Wetter draußen sitzen, spielen und essen kann. Die neue Einrichtung ist eine perfekte Ergänzung zu den bereits bestehenden und bewährten Angeboten, mit denen der SOS-Kinderdorf e.V. seit fünf Jahren in Düsseldorf vertreten ist: Von den Ambulanten und Frühen Hilfen, die individuell gestaltet werden, über die Schulsozialarbeit und den Jugend- und Stadtteiltreff als Orte der Begegnung bis hin zum SOS-Bildungszentrum und der KiTa, die im letzten Jahr neu hinzugewonnen werden konnte.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Kinder sitzend im Schubkarren

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