02. 12. 2013

Ein normales Leben trotz HIV

Südafrikanische Jungs mit Fussball

Nozipho ist HIV-positiv, aber was ihm viel wichtiger ist: er ist ein begabter Fußballer und Cricketspieler.

Als Nozipho in das SOS-Kinderdorf kam, wirkte er aufgrund seiner HIV-Erkrankung, der ärmlichen Lebensumstände und aufgrund der Tatsache, dass er keine antiretroviralen Medikamente erhalten hatte, wesentlich jünger, sowohl hinsichtlich seiner körperlichen als auch seiner geistigen Entwicklung.

Seine SOS-Mutter begann sofort mit einer Vielzahl von Krankenhaus- und Arztbesuchen, da er in einem schlechten gesundheitlichen Zustand war. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich wenig Hoffnung, dass mein kleiner Junge jemals gesund werden oder sein Leben in die Hand nehmen würde“, erklärt sie. „Ich startete zuhause mit viel gesundem Essen und jeder Menge Liebe und Zuwendung. Und es schien zu helfen. Allmählich zeigte auch die medizinische Behandlung positive Effekte, und er verwandelte sich in einen kerngesunden Jungen. Er nimmt seine Medikamente genau nach Vorschrift, isst gesund und hat sowohl ausreichend Erholung als auch Bewegung. Er ist sehr gesund und aktiv.“

Jungs spielen Fußball Bild vergrößern

Nozipho ist ein leidenschaftlicher Sportler.

Nozipho wurde regulär in der Grundschule in Nelspruit eingeschult und besucht nun das Trinity College. Er liebt es mit seinen Freunden zuhause und in der Schule zusammen zu sein. Jeden Sonntag besucht er den Gottesdienst und macht danach mit seinen Freunden Sport. Er ist ein Energiebündel und zeigt hervorragende Leistungen in Leichtathletik, Rugby, Cricket und Fußball. Bei verschiedenen Gelegenheiten trat er bei Sportveranstaltungen für die Provinz Mpumalanga an. Bei ihm Zuhause stehen eine Vielzahl der Preise und Medaillen die er gewonnen hat.

Er lebt ein völlig normales Leben wie alle anderen Kinder im SOS-Kinderdorf auch, obwohl er sein ganzes Leben lang Medikamente nehmen wird. Seine Mutter unterstützt ihn in allen Belangen: Sie holt jeden Monat seine Medikamente vom ortsansässigen Krankenhaus und achtet darauf, dass er sie regelmäßig einnimmt und gesund isst – obwohl er wie die meisten Teenager am liebsten Fastfood mag. Alle sechs Monate muss er zu einer Routineuntersuchung ins Krankenhaus. Er ist ein starker junger Mann und seine Mutter ist sehr stolz auf ihn.

SOS-Kinderdorf in Südafrika

In Südafrika haben bereits zwei Million Kinder ihren Vater und ihre Mutter durch Aids verloren. In keinem anderen Land der Erde sind so viele Menschen HIV-infiziert wie in Südafrika. Es sind rund 5,6 Millionen.

Viele Kinder kommen in ein südafrikanisches SOS-Kinderdorf, weil sie in irgendeiner Weise von HIV/AIDS betroffen sind. – sei es, dass sie ein oder beide Elternteile verloren haben oder aber die Eltern so schwer erkrankt  sind, dass sie nicht mehr in der Lage sind, für ihre Kinder zu sorgen. Einige der Kinder sind selbst mit HIV infiziert.

In den SOS-Kinderdörfern wird alles dafür getan, diesen Kindern die Geborgenheit und Sicherheit in einer Familie und großen Dorfgemeinschaft zu ermöglichen. Ihre SOS-Kinderdorfmütter erhalten Fortbildungen und Trainings zu den Themen HIV-Infektionen und Aids, so dass sie die Kinder und Jugendlichen bestmöglich unterstützen können.

mehr Informationen über Südafrika