28. 09. 2015

Ebola: Die Kinder in Westafrika brauchen Hilfe!

Ebola: SOS-Kinderdorf hilft den Ebola-Waisen in Afrika

Ebola: Temperaturkontrolle dient dem Schutz der Kinder

Hilfe und Schutz für Kinder und Familien: SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe in Westafrika

Im März 2014 wurde der erste Fall der bisher schlimmsten Ebola-Epidemie in Guinea verzeichnet. Die Ebola-Epidemie hielt nicht nur Westafrika, sondern die ganze Welt in Atem. SOS-Kinderdorf war von Anbeginn aktiv beteiligt, betroffenen Kindern und Familien zu helfen. Ein besonderer Fokus lag und liegt auf der Betreuung der unzähligen Waisenkinder, die als Verstoßene auf den Straßen ums Überleben kämpfen. Um die SOS-Kinderdorfkinder und Mitarbeiter zu schützen, wurden zu Beginn sofort Präventivmaßnahmen eingeleitet. Schulen, Kindergärten und Familienhilfeprogramme blieben geschlossen, um Ansteckungen zu vermeiden.
Um eine medizinische Versorgung in der Region aufrechtzuerhalten, wurden die Mitarbeiter der SOS-Klinik in Monrovia mit Schutzanzügen und Desinfektionsmitteln ausgestattet. Die Klinikmitarbeiter konnten somit weiterhin rund um die Uhr Kindern und Familien helfen – beispielsweise bei Infektionskrankheiten wie Malaria oder bei der Erstversorgung von Unfallopfern. Zudem wurde auf dem SOS-Gelände eine temporäre Ebola-Klinik errichtet.

Wichtige Hilfe für Waisenkinder

In besonderer Weise kümmerten sich die SOS- Mitarbeiter um die Kinder, die ihre Eltern durch das hoch ansteckende Virus verloren haben. Über 4000 Kindern hat Ebola Vater, Mutter oder beide Elternteile genommen. „Wenn die Kinder aus den Quarantänestationen entlassen werden, landen viele auf der Straße. Denn aus Angst vor Ansteckung werden Ebola-Waisen häufig nicht von Verwandten aufgenommen, die sich nach der Tradition sonst um die Kinder kümmern würden. „Die Kinder gelten als Aussätzige“, erklärt Emmanuel Woode, der Direktor der SOS-Kinderdörfer in Sierra Leone. In Übergangs-Camps haben die verlassenen Kinder von SOS-Kinderdorf lebensnotwendige Hilfe bekommen. „Sie hatten Hunger, Durst und benötigten psychologische sowie medizinische Unterstützung“, weiß Emmanuel Woode.

So hilft SOS den Waisenkindern:

SOS-Kinderdorf in Liberia richtete eine Quarantänestation ein, um Babys und Kleinkinder bis fünf Jahre zu betreuen. Um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, nahm die Station zeitgleich nicht mehr als 25 Kinder auf. Die Mädchen und Jungen blieben dort für 21 Tage in Quarantäne und wurden, falls notwendig, medizinisch versorgt.
160 unbegleitete und verstoßene Ebola-Waisen wurden in den SOS-Kinderdörfern in Liberia und Sierra Leone untergebracht. Für insgesamt 100 weitere Ebola-Waisen richtete SOS zusätzlich Übergangsunterkünfte ein, bis eine langfristige, kindgerechte Lösung gefunden werden konnte.
310 verwaiste Kinder konnten bislang an Angehörige vermittelt werden. Diese Familien werden mit Nahrungsmitteln und Kleidung versorgt. Unterstützung erhalten auch die bedürftigen Pflegefamilien (im Schnitt leben in diesen Familien sieben Kinder), so dass die SOS-Hilfe insgesamt rund 2500 Kinder und Erwachsene erreicht.
Mittlerweile gibt es wieder Anlass zur Hoffnung. Die Zahl der Ebola-Infektionen ist gesunken und kürzlich wurde ein Impfstoff entdeckt. Dennoch leiden unzählige Familien nach wie vor unter den sozio-ökonomischen Auswirkungen der Epidemie.