Was ist eigentlich El Niño?

dürre in Afrika: Die Auswirkungen von El Nino

Wie warme Meeresströmungen im Pazifik im fernen Afrika zu Dürre führen

Zurzeit erlebt die Welt eines der stärksten jemals beobachteten Ereignisse von El Niño. Dieses komplexe Wettermuster entsteht eigentlich im Pazifik, kann jedoch bis nach Afrika verheerende Auswirkungen haben. Diesmal hat es die Regionen im Osten und Süden des afrikanischen Kontinents besonders hart getroffen – mit einer extremen Dürre, mehr als 10.000 Kilometer von der eigentlichen Ursache entfernt.

Unter „El Niño“ versteht man ein natürliches Klimaphänomen, das zuerst an der Westküste Südamerikas beobachtet wurde: In Abständen von zwei bis sieben Jahren erwärmt sich das Meerwasser in dieser Region mehr als sonst üblich. Da dies meist um die Weihnachtszeit passiert, tauften es peruanische Fischer „El Niño“ (spanisch: das Christkind).

Warmes Meerwasser und die Folgen

Ursache für die Erwärmung des Meerwassers ist die Abschwächung von Passatwinden über dem tropischen Pazifik. Diese wehen normalerweise von Ost nach West und halten das warme Wasser weit draußen im Zentralpazifik. Sind diese Winde schwächer, können sich riesige warme Wassermassen nach Osten bewegen. Die erhöhten Wassertemperaturen führen zu höheren Verdunstungsmengen und die Luft wird somit durch mehr Feuchtigkeit angereichert. Trifft sie dann an der Küste Mittel- und Südamerikas auf Land, kommt es dort zu  sintflutartigen Niederschlägen und in Folge zu Überflutungen und Erdrutschen.

El Niños Arm reicht rund um den Globus

Über atmosphärische „Fernverbindungen“ kann El Niño das Wetter auf der ganzen Welt beeinflussen. So führt die stärkere Wasserverdunstung über dem Pazifik zur Veränderung von Windströmungen. Das gesamte System von sich bewegenden Luft- und Wassermassen in der Atmosphäre verschiebt sich. Dies kann ebenso zu sturzbachartigen Regenfällen in Kalifornien führen wie zu extremer Dürre in Afrika. In manchen Jahren löste das Phänomen in Ostafrika bereits schwere Regenfälle und Überschwemmungen aus. Zurzeit jedoch führen die ungewöhnlichen Bewegungen in der Atmosphäre im Osten und Süden Afrikas zur schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Die Vereinten Nationen schätzen, dass dort mehr als eine Million Kinder wegen Unterernährung dringend Hilfe brauchen. Insgesamt sind in der Region fast 50 Millionen Menschen von Lebensmittelknappheit betroffen.

 

Nachhaltige Hilfe, die ankommt

SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder und Familien in Vietnam

SOS-Dorfpate im Ausland

Mit einer Patenschaft für eine ausländische Einrichtung werden Sie zu einer wichtigen Stütze für alle Kinder und Jugendlichen, die diese Einrichtung nutzen. mehr...

Liselle - auf dem Weg in die Schule

SOS-Kindpate im Ausland

In den SOS-Kinderdörfern finden verlassene Kinder ein liebevolles Zuhause. Als Pate für ein Kind im Ausland nehmen Sie ein Kind, das Schlimmes erlebt hat, an die Hand. mehr...