Botswana: Der tägliche Kampf der Familie Damu

Hilfe von SOS-Kinderdorf: Dikwena Ngopolang zu Besuch bei Eve Damu

Hilfe von SOS-Kinderdorf: Dikwena Ngopolang zu Besuch bei Eve Damu

Eve Damu, 58, ist alleinerziehende Mutter von 14 Kindern und Enkelkindern. Seit Jahren schon müht sie sich ab, um ihre Familie vor der größten Armut zu bewahren. Doch die derzeitige Dürre in Botswana hat fast alle Anstrengungen zunichte gemacht. Seit 2009 erhalten Eve und ihre Kinder familienorientierte Hilfe im Rahmen des SOS-Kinderdorf-Programms in Francistown.

Immer auf der Suche nach Nahrung

Keines der Familie hat derzeit feste Arbeit. Allerdings finden die sechs Kinder, die älter als 17 sind, immer mal wieder einen kleinen Job. Dann unterstützen sie Eve, für alle genügend Essen „auf den Tisch“ zu bringen. Dabei haben sie noch nicht einmal einen richtigen Tisch. Materielle Dinge besitzen Eve und ihre Kinder kaum noch, sie leben fast schon wie Nomaden – immer auf der Suche nach Nahrung und Wasser.

Dürre trocknet die Lebensgrundlagen aus

Eva Damus Enkel Bild vergrößern

Eva Damus Enkel

„Wir haben ein Feld, auf dem wir normalerweise unsere eigenen Lebensmittel anbauen“, sagt Eve. „Aber zurzeit können wir wegen des ausbleibenden Regens das Land nicht beackern. Das heißt: Wir haben immer nur wenig zu essen.“ Das Feld liegt 30 Kilometer entfernt vom Heim der Familie. Es ist also eine echte Herausforderung, jeden Tag so weit zu fahren, nur um Pflanzen zu versorgen, die ohne Wasser wohl ohnehin eingehen werden. Hinter dem Haus hat die Familie auch noch einen kleinen Garten, aber der Boden ist steinhart. Dort gedeihen wirklich nur zähes Unkraut und ein paar Kräuter. „Meistens ziehen wir in Botswana von Ort zu Ort auf der Suche nach Teilzeitjobs, damit wir was zu essen haben und schlichtweg überleben“, sagt die 17-jährige Saara. Diese Situation macht es für die Kinder fast unmöglich zur Schule zu gehen. Zurzeit gibt es in der Familie sieben Schulkinder, aber wie es aussieht, wird niemand außer Saara in die höhere Schule gehen können. Momentan ist sie in der fünften Klasse.

Familienorientierte Hilfe: Lebensmittel und Zukunftsplanung

Dikwena Ngopolang, Koordinator der familienorientierten Hilfen von SOS-Kinderdorf in Francistown, erzählt, dass zwei der älteren Kinder in sein Büro gekommen sind und ganz dringend um Unterstützung baten: „Wir brauchen wirklich Hilfe, um in die Schule gehen oder eine Ausbildung machen zu können – oder auch Hilfe, damit unsere Noten in der Schule besser werden. Sonst wissen wir einfach nicht, was aus uns werden soll“, sagte ein Kind. „Zur Linderung der schlimmsten Not haben wir die Familie erstmal mit einem Lebensmittelpaket versorgt. Den Jüngsten, der dreijährige Wame, haben wir im Kindergarten angemeldet und bezahlen dafür sämtliche Kosten. Außerdem haben wir uns mit der Familie hingesetzt und gemeinsam überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, damit sie wirklich planmäßig aus der Armutsfalle herauskommen. So soll zum Beispiel auch aus dem Fleckchen hinter ihrem Haus ein Gemüsegarten werden, mit dem sie sich über Wasser halten können“, erklärt Dikwena. Darüber hinaus wurden die älteren Kinder der Familie zur Berufsberatung eingeladen: „So wollen wir sie von SOS-Kinderdorf dabei unterstützen ihre Ziele zu erreichen.“

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