Die Zeit und Unterstützung, die ich brauchte!

Auszubildender im Restaurant ROSSI

Ramon hat - unterstützt von SOS-Kinderdorf in Berlin - eine Ausbildung absolviert.

Ramon fühlt sich wohl im ROSSI. Selbstsicher bewegt der 22-jährige sich durch das Restaurant, bringt einem Mittagsgast seine Limonade und räumt leere Teller am Nachbartisch ab. Über zwei Jahre hat er hier verbracht, hat viel gelernt, erlebt und gezeigt, dass er es schaffen kann. Nicht immer war es leicht, aber das gehört dazu, vor allem zu Beginn der Ausbildung, wo alles noch neu und ungewohnt ist.

Als Frühchen zur Welt gekommen, hatte es Ramon nicht immer einfach im Leben und tat sich mit dem Lernen schwer. Auf seinen Hauptschulabschluss ist er bis heute stolz. Während der darauffolgenden zwei-jährigen Berufsvorbereitung erhielt er Einblicke in die Gastronomie, absolvierte Praxisphasen in zwei Hotels. Der Bereich gefiel ihm. Als ihm seine Beraterin der Arbeitsagentur eine Liste mit Berufen vorlegte, die er erlernen konnte, war das Gastgewerbe dann schnell sein Favorit. „Die Gastronomie ist eine gute Absicherung und gleichzeitig eine gute Möglichkeit, sich kreativ zu präsentieren“, resümiert Ramon.

Sich den Herausforderungen stellen

Motivauswahl Lebensgartenschau 2010 Bild vergrößern

In der ROSSI-Küche

Das SOS-Kinderdorf war der erste Träger, den er sich für die Ausbildung anschaute – und er blieb. „Hier wird man da abgeholt, wo man steht“, sagt Ramon und meint, dass es ihm gut tat, ausreichend Zeit und Unterstützung bekommen zu haben. „Der Stützunterricht half mir sehr. Ich konnte den Berufsschulstoff gemeinsam mit meiner Förderlehrerin nacharbeiten und lernte zu lernen.“ Auch wenn er zu Anfang noch unsicher war, stellte er sich den Herausforderungen und nahm die Lösungen an, die ihm seine BetreuerInnen gaben. Probleme beispielsweise beim räumlichen Denken überwand er, indem er sich gewünschte Sitzordnungen aufmalte und so einprägte. Solche Tricks halfen ihm auch bei seinen Praktika, die er in einer gehobenen Seniorenresidenz und in einem 5-Sterne-Hotel machte. In den Beruf rein schnuppern, offen und interessiert zu sein, das sind auch die Tipps, die Ramon anderen Jugendlichen gibt, bevor sie eine Ausbildung beginnen. Gerne übernimmt er daher auch die Aufgabe, Praktikanten anzuleiten, wenn sein Ausbilder ihn darum bittet.

Die Zukunft fest im Blick

Azubi und Ausbilder rühren in einem Topf Bild vergrößern

Der Meeresfrüchteabend war ein voller Erfolg. Schon öfter durfte Ramon auf Event dieser Art mitarbeiten, aber die edlen Speisen und die exklusive Weinauswahl an diesem Abend beeindruckten ihn schon. „Der Fischabend war wirklich sehr abwechslungsreich und speziell. Es herrschte eine tolle Atmosphäre“, resümiert Ramon. Jetzt sitzt er hier im Ausbildungsrestaurant von SOS-Kinderdorf und freut sich schon auf den Sommer, wenn die Abschlussprüfung der Zusatzausbildung zum Restaurantfachmann geschafft haben wird, da ist er sich sicher. Und danach? Ramon hat Lust, ab Eröffnung des Restaurants in der Botschaft für Kinder des SOS-Kinderdorf im Sommer mit dabei zu sein. Die Chancen stehen gut – denn engagierte Menschen mit Herzblut für die Arbeit und für professionellen Service sind genau das, was ein Tagungshotel mit Restaurant benötigt.