Der SOS-Jahresrückblick 2017

Die Kinder aus Worpswede sagen "Vielen Dank"

 Kinder in Not brauchen eine Familie. Deshalb gibt es seit mehr als 60 Jahren SOS-Kinderdorf in Deutschland! Verlässliche Hilfe zu leisten und dabei für eine gelingende Zukunft von Kindern, Jugendlichen und Familien zu sorgen, steht im Zentrum unserer Arbeit, mit der wir im vergangenen Jahr rund 100.000 Menschen in Deutschland erreichen und unterstützen konnten. Mittlerweile bieten wir an über 230 Standorten deutschlandweit mehr als 800 Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien an.

Auch die internationale Arbeit liegt uns nach wie vor am Herzen. 2017 haben wir 122 SOS-Einrichtungen in 37 Ländern weltweit finanziert. Ein besonders schöner Meilenstein war wir die Eröffnung des neuen SOS-Kinderdorfs in Damaskus, mit dem wir im vom Krieg zerrütteteten Land ein Zeichen der Hoffnung gesetzt haben.

Alle diese Projekten konnten wir nur mit Ihnen als Spender und Pate erschaffen, ob privat oder als Unternehmen, ob mit Ihrer finanziellen oder ehrenamtlichen Hilfe - Danke!

Gemeinsam haben wir im vergangenen Jahr viel erreicht und sagen herzlich Danke!

Berlin: Die Botschaft für Kinder ist eröffnet!

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde am 14. Juni 2017 in Berlin die Botschaft für Kinder mit einem großen Festakt eröffnet. SOS-Kinderdorf setzt sich seit mehr als 60 Jahren dafür ein, Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen zu schützen, zu fördern, zu beteiligen – und ihre Rechte zu wahren.

Die Botschaft für Kinder in Berlin verkörpert diese grundlegenden Werte und Überzeugungen: Hier kommen Kinder und Jugendliche unmittelbar zu Wort und bringen ihre Anliegen in die gesellschaftliche und politische Diskussion ein. Die Botschaft für Kinder ist ein Ort des Dialogs, der alle gesellschaftlichen Akteure zusammenbringt. Junge Menschen werden hier ihrem Alter entsprechend einbezogen und dabei unterstützt, ihre Meinung öffentlich zu äußern. Damit verfolgt SOS-Kinderdorf das Ziel, Kindern und Jugendlichen eine starke Stimme zu geben und ihren Anliegen mehr Gehör zu verschaffen. Denn die Welt der Erwachsenen räumt dafür oft zu wenig Platz ein.

Die Botschaft für Kinder Bild vergrößern

Die Botschaft für Kinder in der Lehrter Strasse.

Das sechsgeschossige Gebäude in der Lehrter Straße in Berlin-Moabit stellt mit seinen Tagungsräumen und Veranstaltungen außerdem ein wichtiges fachliches und politisches Forum dar. Dieses Forum wird nicht nur von SOS-Kinderdorf genutzt, sondern auch von vielen weiteren Organisationen, Verbänden und Unternehmen.

Die Botschaft fungiert jedoch nicht nur auf ideeller Ebene als Plattform für Kinder und ihre Rechte, sondern unterstützt junge Menschen mit Förderbedarf ganz konkret  bei der beruflichen Orientierung und Qualifizierung. Darüber hinaus erhalten Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen im Hotel Rossi einen Arbeitsplatz im Restaurant, Hotel oder Veranstaltungsbereich.

Gera und Düsseldorf: Willkommen im neuen Zuhause

Zuwachs haben die SOS-Kinderdörfer Gera und Düsseldorf bekommen. "Pünktlich mit dem Frühling hielt in Düsseldorf eine neue Kinderdorffamilie Einzug in ihrem Haus. Dank großzügiger Spenden konnte das bereits bestehende Einfamilienhaus mit Garten im Düsseldorfer Stadtteil Garath saniert und für eine SOS-Familie eingerichtet werden. Kinderdorfmutter Martina Stegmann freut sich sehr auf  hre neue Aufgabe: Zunächst finden vier Kinder bei ihr in "Haus 2" ein neues Zuhause, zwei weitere sollen noch folgen.

Die Eröffnung des SOS-Kinderdorfs Gera. Bild vergrößern

Die Eröffnungsfeier für das neue Haus in Gera war ein voller Erfolg.

Ebenfalls vier Kinder haben in Gera mit dem ausklingenden Jahr ihr neues Heim bezogen.  Auch hier konnte dank Ihrer Hilfe ein viertes Wohnhaus familiengerecht umgebaut werden, in dem künftig insgesamt acht Kinder Liebe und Stabilität für eine gute Zukunft erfahren.

Bremen: neue Mittags- und Hausaufgabenbetreuung

Gemeinsam Mittag essen, spielen und lernen. Das ist nicht für alle Kinder in Bremen-Vegesack ein fester Bestandteil des Alltags. Zwanzig Kinder zwischen elf und 13 haben seit Anfang des Jahres mit dem "Pädagogischen Mittagstisch" eine neue Anlaufstation.

Kinder bei den Hausaufgaben. Bild vergrößern

Hausaufgaben und Malen bringen den Kindern Spaß.

Das Engagement in der Grohner Düne, einem Wohngebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf, war eine Herzensangelegenheit von Joachim Schuch, Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorfs Worpswede. „Es ist uns wichtig, vor Ort zu sein, um genau dort zu helfen, wo Hilfe gezielt benötigt wird. Wir versuchen möglichst frühzeitig Kinder und Familien zu erreichen und auf vielfältige Art in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Durch den pädagogischen Mittagstisch möchten wir Kindern, die aus der Hortbetreuung fallen, nachmittags einen Anlaufpunkt bieten, um schulische Aufgaben in Begleitung angehen zu können und damit weitere Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen.“ Beim Mittagstisch bekommen die Kinder das, was oft zu Hause fehlt: Erziehung, Hilfe bei den Hausaufgaben, Zuwendung.

Nürnberg: Neustart für die Kita "Rennmäuse"

Nach dreijähriger Renovierung feierten die "Rennmäuse" große Eröffnung in Nürnberg. Auf dem ehemaligen Industriegelände ist ein Ort entstanden, an dem Kinder unterschiedlicher Herkunft gemeinsam aufwachsen können. Die Kita bietet nun Platz für 20 Kinder unter drei Jahren und für eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern. Ein besonderes Schmuckstück ist der neu angelegte Oliver-Schöpf-Garten. Dort, wo vorher ein großer Parkplatz war, befindet sich heute der Garten, der direkt mit der SOS-Kindertagesstätte verbunden ist.

Die Kita-Kinder "Rennmäuse" freuen sich über viel Platz und den tollen Spielplatz. Bild vergrößern

Die Kita-Kinder "Rennmäuse" freuen sich über viel Platz und den tollen Spielplatz.

"Hier ist mitten in der Stadt eine grüne Oase entstanden, in der sich die Kinder im Spielgarten austoben können", freut sich Dr. Birgit Lambertz, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von SOS-Kinderdorf. Zudem zeigt sich in Nürnberg, wie SOS-Kinderdorfangebote ineinandergreifen: Das Mittagessen für die "Rennmäuse" bereiten die Auszubildende des SOS-Berufsaus bildungszentrums täglich frisch zu.

 

Lippe und Oberpfalz: Happy Birthday!

"Du bist für uns die beste Mama der Welt." Die­ses Kom­pli­ment machte Pas­cal Sie­bert (21) sei­ner frühe­ren SOS-Kin­der­dorf­mut­ter Pe­tra Dol­hai­ne. Seine Rede war sicherlich einer der be­we­gendsten Bei­träge bei der Fest­ver­an­stal­tung zum fünf­zig­jäh­ri­gen Be­ste­hen des SOS-Kin­der­dor­fes Lippe, das 1967 in Nordrhein-Westfalen gegründet wurde.

Die Jubiläumsfeier am 17.09.2017 anlässlich des 50. Geburtstag des Kinderdorfs Lippe Bild vergrößern

Wir haben ein Zuhause – mit SOS-Geschwistern und zahlreichen Freunden.

Ebenfalls ein 50-jähriges Jubiläum feierte das SOS-Kinderdorf Oberpfalz in Bayern. Bei der Festveranstaltung, zu der auch SOS-Kinderdorfmütter und Kinder der ersten Stunde kamen, ging es nicht weniger emotional zu. Die Feierlichkeiten verdeutlichten, dass der Gedanke von Gründer Hermann Gmeiner nach wie vor aktuell ist: Kindern in Deutschland ein Zuhause zu geben, in dem sie Liebe und Geborgenheit erfahren.

Seitdem haben mehr als tausend Kinder eine neue Heimat gefunden. Beide Einrichtungen feierten gebührend und bedankten sich bei ihren zahlreichen Freunden und Förderern.

Eisenberg: Der 1. SOS-Kinderrechtepreis wurde verliehen!

Zum ersten Mal wurde im Rahmen der SOS-Kinder- und Jugendkonferenz der Kinderrechtspreis verliehen. Kinder und Jugendliche aus SOS-Kinderdorf-Einrichtungen waren aufgerufen, Videos, Musik, Hörspiele, Reportagen, Comics, Collagen oder Geschichten einzuschicken, die das Thema Respekt verdeutlichen sollten. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, die aus internen und externen Experten von SOS-Kinderdorf zusammengesetzt war. 

13 Kinder und Jugendliche stellen auf zehn Meter langer Fotocollage respektvollen und respektlosen Umgang dar Bild vergrößern

Zuvor hatten sich die 200 Mädchen und Jungen im SOS-Kinderdorf Pfalz drei Tage lang in Workshops und im Plenum intensiv mit den Kinderrechten beschäftigt. Dabei ging es sowohl um deren allgemeine Bedeutung als auch um die Auswirkungen dieser Rechte auf das eigene Leben und im Alltag.

Eine zehn Meter lange Fotocollage

In der Kategorie "Kinder bis zwölf Jahre" gewannen Teilnehmer aus dem SOS-Kinderdorf Saar - sie stellten in einer zehn Meter langen Fotocollage respektvollen und respektlosen Umgang dar. Das Projekt trug den Titel „ 10 Meter Respekt“. 

Kinder in den ärmsten Regionen der Welt durften in eine lebenswerte Zukunft starten:

Syrien: ein neues SOS-Kinderdorf wurde eröffnet

Mit der Eröffnung eines neuen Kinderdorfs in Damaskus haben wir ein Zeichen der Hoffnung in Syrien gesetzt. Über zwei Millionen Kinder sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Im Oktober 2017 konnten 80 Kinder in das neue SOS-Kinderdorf Saboura in der Nähe von Damaskus ziehen - in eine Region, in der aktuell keine Kampfhandlungen stattfinden. "Es ist unser aller Aufgabe dafür zu sorgen, dass aus den syrischen Kindern und Jugendlichen von heute keine verlorene Generation von morgen wird", betonte der Vorstandsvorsitzende von SOS-Kinderdorf, Dr. Kay Vorwerk.

Für das neue Zuhause wurde eine ehemalige Ferienanlage zu einem sicheren Ort für die traumatisierten Kinder umgebaut. Der Platz für die Kinder war dringend notwendig, denn die Zahl der Jungen und Mädchen, die im Krieg ihre Familien und ihr Zuhause verloren haben, ist erdrückend groß.

Die Zwillinge Farez und Majd haben bei SOS-Mutter Hind ein neues Zuhause gefunden. Bild vergrößern

Die Zwillinge Farez und Majd haben bei SOS-Mutter Hind ein neues Zuhause gefunden.

Unter den ersten Bewohnerns sind auch die elf Jahre alten Zwillinge Farez und Majd. Sie waren zunächst im Kinderdorf Quodsaya untergekommen, das aber aus allen Nähten zu platzen drohte. Seit Oktober haben Farez und Majd nun dauerhaft in Saboura ein neues Zuhause gefunden – gemeinsam mit Hind, ihrer Kinderdorfmutter. Hind hat selbst schon fünf eigene Kinder großgezogen, die mittlerweile aus dem Haus sind. Hind weiß, dass die Kinder aus Syrien vor allem Stabilität brauchen: "Zeige deine Liebe und lasse die Kinder wissen, dass immer jemand für sie da ist."

Mehr über die das neue Kinderdorf Sabura erfahren Sie hier

 

Sri Lanka: praxisnahe Ausbildung

Auch wenn sich die Lage in Sri Lanka insgesamt stabilisiert, wachsen hier immer noch aufgrund der extremen Armut rund 340.000 Kinder ohne elterliche Fürsorge oder mit nur einem Elternteil auf. Eine gute Ausbildung hilft, den Teufelskreis zu durchbrechen. SOS-Kinderdorf bietet 150 jungen Menschen in drei Berufsausbildungszentren die Chance auf eine Ausbildung. Zum Beispiel zum Automechaniker, zum Elektriker, Bäcker oder Informationstechnischen Assistenzen. Mit Erfolg: Fast alle jungen Frauen und Männer, die hier ihre Ausbildung abgeschlossen haben, fanden auch eine Arbeit. Seit 2008 gibt es auch im SOS-Kinderdorf Monaragala und in Galle sechsmonatige Computerkurse, die in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerium stattfinden.

Kinder und Familien stärken auf Sri Lanka stärken, das bewirken die SOS-Kinderdorf-Angebote vor Ort. Bild vergrößern

Kinder und Familien stärken auf Sri Lanka stärken, das bewirken die SOS-Kinderdorf-Angebote vor Ort.

SOS-Kinderdorf Sri Lanka betreibt sechs SOS-Kinderdörfer mit zusammen 74 SOS-Kinderdorffamilien, sechs Jugendeinrichtungen und drei Ausbildungszentren. Hinzu kommt am Standort Pilyandala eine Primär- und Sekundarschule, sowie eine Amublanzstation. Die Unterstützung für die Bevölkerung vor Ort durch SOS-Kinderdorf ist vielfältig, damit Kinder und junge Menschen dort eine nachhaltige Perspektive erhalten.

Bolivien: ein liebevolles Zuhause auf 4000 Metern Höhe
Alejandrina fühlt sich wohl im SOS-Kinderdorf Pontosi. Bild vergrößern

Alejandrina fühlt sich wohl im SOS-Kinderdorf Pontosi.

Man sieht es ihr nicht an, aber die achtjährige Alejandrina ist eine echte Kämpfernatur. So zierlich das Mädchen wirkt, so schnell liegen ihre Gegner beim Judo auf der Matte. Von einem Turnier kam sie sogar schon mit einer Medaille zurück. Seit sechs Jahren lebt sie mit ihrem Bruder im SOS-Kinderdorf Potosí – auf 4.000 Metern Höhe in den Anden. Unterernährt und verängstigt kamen die beiden im Kinderdorf an. Seitdem haben sie sich erstaunlich gut entwickelt. Später möchte Alejandrina Lehrerin werden und lernt fleißig. Bewundernd blickt sie zu ihren älteren SOS-Geschwistern auf, die schon studieren: "Sie zeigen mir, wie wichtig es ist, mein Ziel immer vor Augen zu haben."  In der bolivianischen Minenstadt Potosí leben viele Familien in bitterer Armut. Die Arbeit von SOS-Kinderdorf in Bolivien begann 1968. Auch der deutsche SOS-Kinderdorf e. V. engagiert sich dort unterstützend.

Burundi: mehr Platz zum Lernen

"Zum Glück sind die Bauarbeiten pünktlich zum neuen Schuljahr fertig geworden", sagt Anny Kenia erleichtert. Denn nun kann sie weiterhin die Hermann-Gmeiner- Schule in Rutana besuchen. Die Schule ist dem SOS-Kinderdorf Burundi angeschlossen und bietet nach dem Gebäudeanbau Platz für mehr Schüler. Vor den Umbaumaßnahmen mussten die Kinder, die das sechste Schuljahr abgeschlossen hatten, sich nach einem Platz an einer anderen Schule in der Gegend umschauen. Dank der Erweiterung um drei neue Klassenzimmer, dem Labor, der Bibliothek und der Mehrzweckhalle kann Anny Kenia nun bis zur neunten Klasse bleiben und ihren Hauptschulabschluss machen.

Schülerin Anny (zweite von rechts) vor dem neuen Schulgebäude in Burundi. Bild vergrößern

Schülerin Anny (zweite von rechts) vor dem neuen Schulgebäude in Burundi.

Rutana liegt im Südosten Burundis. Bildung ist für dieses Landt von grundlegender Bedeutung, da viele Menschen hier keinen Zugang zum Bildungssystem haben, wodurch die Analphabetenrate sehr hoch ist. Eine Möglichkeit, langfristige positive Veränderungen für notleidende Kinder zu bewirken, liegt in der Bereitstellung von Schulen und Bildungseinrichtungen. Unser Ziel ist es, Kindern wie Anny Kenia und ihren Familien die bestmögliche und bedürfnisorientierte Unterstützung zu geben. Der Schwerpunkt unserer Auslandstätigkeit liegt nach wie vor in Afrika. Hier unterstützen wir 70 SOS-Einrichtungen finanziell mit Ihrer Hilfe.

Auch 2018 haben wir Großes vor. Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr - mit Ihrer Hilfe!

Hamburg: ein neues SOS-Kinderdorf in der Stadt
Das neue SOS-Kinderdorf in Hamburg Dulsberg. Bild vergrößern

Das neue SOS-Kinderdorf in Hamburg Dulsberg.

Im Hamburger Stadtteil Dulsberg gibt es seit 40 Jahren ein SOS-Familienzentrum. Nun wird zusätzlich ein SOS-Kinderdorf gebaut. "Wir wollen Kinder, die in Hamburg geboren sind, nicht aus ihrer vertrauten Umgebung herausreißen", sagt Einrichtungsleiter Torsten Rebbe. "Wenn sie im neuen Kinderdorf leben, können sie weiter in ihre Schule oder Kita gehen und ihren Freundeskreis behalten." Zudem kann der Kontakt zur leiblichen Familie aufrechterhalten und womöglich verbessert werden.

Wittenberge: Ein neues SOS-Kinderdorf entsteht
Die ehemalige Bonbonfabrik in Wittenberge Bild vergrößern

Die ehemalige Bonbonfabrik in Wittenberge - hier soll ein neues SOS-Kinderdorf entstehen.

Welches Kind kann sich nicht vorstellen, in einer großen Bonbonfabrik zu wohnen? Bald können vier Kinderdorffamilien mit jeweils bis zu sechs Kindern diesen Traum wahr machen. Auch wenn hier heute keine Süßigkeiten mehr hergestellt werden, so finden sie in der ehemaligen Bonbonfabrik im Jahnschulviertel ein neues, liebevolles Zuhause finden. Geplant sind auch zwei Einliegerwohnungen, in denen Jugendliche in ihrer Verselbstständigungsphase wohnen können und auch Eltern auf Besuch. Das erste SOS-Kinderdorf in Brandenburg wird in den nächsten zwei Jahren gebaut, sodass das Haus 2020 bezogen werden kann.

Worpswede: Alt und Jung unter einem Dach

SOS-Kinderdorf Worpswede und das Seniorenpflegeheim Rosengarten planen das Projekt "Kita und Seniorenresidenz unter einem Dach" als Begegnungsstätte für Jung und Alt. Das »Quartier am Wald" wird neben einer Kita mit zehn Krippenplätzen für Kinder von ein bis drei Jahren und 25 Kindergartenplätzen auch einen dreigeschossigen Neubau für 55 Senioren umfassen. Das Besondere: Eine Tür verbindet Kita und Altenheim, denn der Inhaber des Rosengartens, Sönke Steffens, weiß: "Alt und Jung haben keine Ressentiments. Sie begegnen sich auf Augenhöheund können voneinander profitieren." Ein rund 100 Quadratmeter großes Nachbarschaftscafé soll zudem Möglichkeiten für einen Austausch schaffen.

Essen und Dortmund: neue Angebote entstehen

Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum mit viel Bedarf an Unterstützung für benachteiligte Jugendliche, Kinder und Familien. Aus diesem Grund haben wir insbesondere in den Städten Essen und Dortmund noch einiges vor! So schaffen wir neue stationäre und offene Angebote. An diesen Orten sollen Bedürftige gestärkt werden, Beziehungsfähigkeit entwickeln und Bildungserfolge erreichen. Wir planen:

  • offene Bildungsangebote angebote
  • Hilfen für Alleinerziehende
  • Familienstärkungsprogramme
  • Kitas
  • Hilfen für Flüchtlingskinder
  • und eine städtische Kinderdorffamilie

Eine kleine Geste kann Großes bewirken

Henry hat im SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause gefunden

Auch in Deutschland gibt es Armut. Kinder sollten nicht die Ersten sein, die darunter leiden.

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