17. 10. 2017

Entsetzen nach dem Anschlag in Mogadischu

Schäden im Nationalen Büro von SOS-Kinderdörfer

Zahl der Toten steigt auf über 300

Als am Samstag ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen an einer Kreuzung im belebten Stadtviertel Hodan in die Luft gesprengt hat, wurde auch das Gebäude des Nationalen Büros der SOS-Kinderdörfer in Somalia beschädigt.

Die Druckwelle der Explosion drückte Scheiben ein

Das nationale Büro ist etwa einen Kilometer vom Ort des Anschlags entfernt. Zum Zeitpunkt des Anschlags befanden sich 16 SOS-Mitarbeiter in dem Gebäude. Ahmed Mohamed, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Somalia berichtet: "Die gigantische Explosion drückte Scheiben ein und führte zu schweren Schäden im Obergeschoss." Zum Glück gab es keine schwer Verletzten. Eine Teilnehmerin aus der Familienstärkung, die derzeit ein Praktikum im Büro absolviert, wurde verletzt, ist aber zwischenzeitlich wieder nach Hause zurückgekehrt. Es geht ihr gut.

So hilft SOS-Kinderdorf in Somalia

"Wir sind zutiefst erschüttert nach diesem entsetzlichen Angriff", sagt Ahmed Mohamed. Im Moment versucht SOS-Kinderdorf Somalia mit allen Begünstigten aus der Familienstärkung in Kontakt zu kommen, um festzustellen, ob hier jemand Schaden genommen hat. Das Kinderdorf, der Kindergarten und die Schule in Mogadischu sind mehrere Kilometer vom Ort des Anschlages entfernt und wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Für Kinder ist das Leben in Somalia sehr hart. Das Land erholt sich nur langsam von jahrelang andauernden bewaffneten Konflikten, häufigen Dürreperioden und Missernten. Zudem wurden viele Familien intern vertrieben und haben ihre Lebensgrundlage verloren.