15. 03. 2016

Achtung Baustelle!

Die Service-Azubis und ihr Ausbilder Ralf Becker (links) vor ihrem Fünf-Sterne-Praktikumsort

Die Service-Azubis und ihr Ausbilder Ralf Becker (links) vor ihrem Fünf-Sterne-Praktikumsort

Das neue Jahr begann im Berliner Ausbildungsrestaurant ROSSI anders als in den vergangenen 19 Jahren. Statt wie gewohnt lecker brutzelnd und kreativ köchelnd die Mittagsgäste zu verwöhnen, musste das ROSSI ab Mitte Januar für fünf Wochen geschlossen werden. Der Grund: umfangreiche Baumaßnahmen eine Etage tiefer, von denen auch Leitungen, Rohre und Anschlüsse des Restaurants betroffen waren.

Ein externes Praktikum während der Renovierung brachte neuen Input

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Das intensive Üben hat sich für die angehenden Hauswirtschaftshelferinnen gelohnt: Janine, Giovanna, Anna (v.l.n.r.) stolz nach ihrer bestandenen Zwischenprüfung einige Wochen nach dem gemeinsamen Praktikum

„Was nun!?“  Diese Frage stellten sich Team und Auszubildende der Gastronomie gleichzeitig, als sie die Nachricht erhielten. Schnell wurde eine perfekte Alternative gefunden: Auf Anregung der Bereichsleiterin Susanne Lange wurde aus der Not eine Tugend gemacht und nach Möglichkeiten gesucht, dass Auszubildende und Ausbilder gemeinsam vorübergehend die Ausbildung in unseren Kooperationsbetrieben fortsetzen. Dabei war die gute und langjährige Vernetzung der Ausbilder mit den Berliner Gastronomiebetrieben förderlich. Alle drei Bereiche – Küche, Service und Hauswirtschaft – gingen somit als Team ins externe Praktikum. Einen spannende Zeit und mal ganz anders, da so eine Art Gruppenpraktikum auch viele neue Erfahrungen für alle Beteiligten bringt.

Blitzlicht ins Hotel Titanic Deluxe – Service auf besonders hohem Niveau

Ein Berliner Fünf-Sterne-Hotel war für fünf Wochen der Arbeitsort von vier Auszubildenden Fachkräften im Gastgewerbe. Sie absolvierten ein Servicepraktikum im Hotel Titanic Deluxe. Begleitet wurden sie von ihrem Ausbilder Ralf Becker. Frühstück, À la carte-Essen sowie Bankett- und Veranstaltungsservice auf sehr hohem Niveau konnten die vier Azubis nun in der Praxis kennenlernen. Zu Beginn der Praktika war die Umstellung doch ziemlich groß.  „In unserem ROSSI fühle ich mich wohler“, war da schon mal zu hören. Oder: „Handybenutzung im Dienst ist hier strengstens verboten, da wird man sofort nach Hause geschickt.“  Doch alle vier hielten bis zum Schluss tapfer durch und zum Abschied kam dann doch ein bisschen Wehmut auf. „Eigentlich war es eine sehr interessante und lehrreiche Zeit!“ Und am letzten Tag dann der schönste Satz eines Auszubildenden zum Ausbilder: „Herr Becker, wissen Sie was!? Alle Kollegen haben mich zum Feierabend noch einmal umarmt.“ Wertschätzung und Anerkennung vom Team des Luxus-Hotels – für die Auszubildenden sicher ein Highlight dieser einmaligen Praktikumszeit.

Blitzlicht ins FrischeParadies – Köche inmitten von Delikatessen

Koch-Azubi Michael gefiel es im FrischeParadies. Seine Ausbilderin Petra Rechel stand ihm immer bei Fragen zur Seite. Bild vergrößern

Koch-Azubi Michael gefiel es im FrischeParadies. Seine Ausbilderin Petra Rechel stand ihm immer bei Fragen zur Seite.

Michael, Benjamin, Melanie und Adelina – angehende Köche – absolvierten ihr Praktikum gemeinsam mit ihrer Ausbilderin Petra Rechel im FrischeParadies, dem Spezialmarkt und Lieferanten für Delikatessen wie exotische Obst- und Gemüsesorten, Fisch, Schalen- und Krustentiere, Fleisch und Käse. Neben einer großen Auswahl an Lebensmitteln gehört auch ein Bistro zum Angebot des Unternehmens. Die Auszubildenden unterstützten in allen Abteilungen und konnten in dieser Zeit ihre Warenkenntnisse erweitern und auf diese Weise die Arbeit in einem Großhandel kennenlernen. Der 21-jährige Michael hatte so viel Freude, dass er sein Praktikum um vier Wochen verlängerte. Und vielleicht winkt nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung dort sogar ein Job für ihn.

Blitzlicht in die Lehrküche vom Internationalen Bund – Hauswirtschaft mit viel Energie

Während der Schließzeit bot der Internationale Bund e.V. den Hauswirtschaftshelferinnen im ersten und zweiten Ausbildungsjahr eine Heimat. Hier stand ihnen eine Lehrküche mit acht Arbeitsplätzen zur Verfügung, die sie täglich aktiv nutzten. Jeden Morgen planten sie zusammen mit ihrer Ausbilderin Kerstin Kunisch ein gesundes Frühstück, kauften die Waren ein, richteten die Frühstücksteller ansprechend an und berechneten den Energiegehalt der verschiedenen Angebote. Zum Mittagessen bereiteten sie prüfungsrelevante Speisen wie einen „Fantasieeintopf“, Frikadellen oder Eierpfannkuchen zu. Das Feedback der sieben Azubis zur Praktikumszeit ist einstimmig: „Es waren lehrreiche Wochen und jeder Tag mit all seinen Aufgaben wie ein kleines Prüfungsprojekt.“

Unser Dank geht an alle drei Unternehmen, die es unseren Auszubildenden ermöglichten, gemeinsam Einblicke in unterschiedlichste Unternehmensbereiche zu erhalten und so auf eine ganz neue Art, täglich begleitet von Ausbildern, Praxisluft zu schnuppern.

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