09. 05. 2014

"Das Kind zuerst" am Tag der Familie

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SOS-Kinderdorfleiter will optimale Entwicklungsbedingungen

Am 15. Mai findet wieder der internationale “Tag der Familie” statt. Eine Resolution der UN-Generalversammlung hat ihn vor 21 Jahren geschaffen, um an die Bedeutung der Familie als grundlegende Einheit der Gesellschaft zu erinnern und die öffentliche Unterstützung für Familien zu verstärken. Für Erich Schöpflin, Leiter des Verbunds SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech, ist der Tag allerdings fast zu eng gefasst. Ihm ist die Unterstützung aller „familienähnlichen Strukturen“ wichtig - solange dabei die Kinder im Mittelpunkt stehen.

„Das Kind zuerst“ lautet seit Gründer Hermann Gmeiner die Philosophie bei SOS-Kinderdorf. Entsprechend geht es Erich Schöpflin in erster Linie darum, Jungen und Mädchen möglichst optimale Entwicklungsvoraussetzungen zu verschaffen. Unerlässlich dafür sind eine liebevolle Bindung und eine tragfähige Beziehung zum Kind sowie ein sicherer Alltag mit verbindlichen Regeln, betont der SOS-Kinderdorfleiter - egal ob dies nun in einer traditionellen Familie, in Patchwork-Konstellationen, von Alleinerziehenden, Pflegeeltern, in Wohngruppen oder SOS-Kinderdorffamilien gelebt wird.

Familien willkommen! Das Elterncafe ist ein beliebter Treffpunkt Bild vergrößern

Familien willkommen! Das Elterncafe ist ein beliebter Treffpunkt

Schöpflin hält es für wichtig, bereits mit werdenden und frisch gebackenen Eltern über Erziehungs- und Entwicklungsfragen zu sprechen, ihnen Sicherheit zu vermitteln und ihnen zu helfen, untereinander ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Deshalb freut er sich sehr über die mehr als 3 400 Besucher, die bislang beim Landsberger Eltern-ABC, dem Elternbildungsprogramm von Gesundheitsamt, Amt für Jugend und Familie und SOS-Kinderdorf, gezählt wurden.

Damit Familien und familienähnliche Strukturen ihren Kindern die nötige Versorgung, Bindung, Erziehung und Bildung gewährleisten können, benötigen sie aber auch Unterstützung, meint Schöpflin. Sei es über Beratung und Begleitung wie in den SOS-Beratungsstellen oder über familienentlastende Angebote wie Kitas oder Spielgruppen, die unter anderem im Familientreffpunkt MiniMax zu finden sind. Oberstes Ziel aller Hilfen ist es für Schöpflin, in der ganzen Bandbreite familienähnlicher Strukturen Entwicklungsbedingungen zu schaffen, in denen Kinder gut aufwachsen können. Dazu tragen die regelmäßigen Erziehungskurse für Eltern und die Bausteine zur Unterstützung von Pflegeeltern bei, die von der SOS-Beratungsstelle geleistet werden – aber auch der ganz konkrete Beistand bei der Alltagsbewältigung, den SOS-Kinderdorf mit den Familienaktivierenden Hilfen in Hagenheim und der Sozialpädagogischen Familienhilfe in Landsberg anbietet.