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Peru

Kinder schauen in die Kamera Die an der Westküste Südamerikas gelegene Republik Peru umfasst eine Fläche von 1,28 Mio. km². Hauptstadt des Landes ist Lima mit ca. 9,3 Millionen Einwohnern. Etwa die Hälfte der knapp 30 Millionen zählenden Bevölkerung ist indianischer Abstammung, etwa 40 Prozent sind Mestizen. Offizielle Landessprache ist Spanisch. 95 Prozent der Bevölkerung sind christlich.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Peru:

  • 11 SOS-Kinderdörfer
  • 9 SOS-Jugendeinrichtungen
  • 1 SOS-Berufsausbildungszentrum
  • 16 SOS-Sozialzentren

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Hintergrund

Peru verfügt über eine relativ stabile Wirtschaftslage. Der Konjunkturaufschwung, der hauptsächlich der positiven Entwicklung der Exporte zu verdanken ist, setzt sich fort. Das Land ist reich an Bodenschätzen, vor allem Gold und Kupfer. Zusätzlich spielen Fischerei und Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Neben Zuckerrohr ist Kaffee eines der wichtigsten Exportgüter. Die Industrie konzentriert sich auf die Küste und dort vor allem auf die Region um Lima. Eine wachsende Bedeutung kommt dem Ökotourismus zu, da Peru mit den Anden, dem Machu Picchu, dem Regenwald am Amazonas und dem Titicacasee eine Vielzahl an touristischen Höhepunkten zu bieten hat.

Dennoch kämpft das Land mit großer Armut, 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, ein Drittel der Kinder ist gezwungen zu arbeiten, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Die Analphabetenrate liegt über 10 Prozent.

In den vergangenen Jahren hat sich die Menschenrechtslage in Peru erheblich verbessert. Auch die Demokratisierung und die Stärkung der Bürgerbeteiligung kommen voran. Unter der Regierung des neuen seit Juli 2011 amtierenden Staatspräsidenten Ollanta Humala Tasso sollen soziale Reformen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Beschäftigung verstärkt vorangetrieben werden.

In Peru wurde im Jahre 1972 mit der SOS-Kinderdorfarbeit begonnen. Inzwischen gibt es in diesem Land insgesamt 11 SOS-Kinderdörfer, jeweils eines in Lima, Arequipa, Ayacucho, Cuzco, Callao, Huancayo, Juliaca, Pachacamac und Chiclayo sowie zwei Dörfer in Chosica (Esperanza, Río Hondo). Das zwölfte SOS-Kinderdorf Cajamarca befindet sich derzeit im Bau. Daneben bestehen zahlreiche zusätzliche SOS-Einrichtungen, wie Jugendhäuser und Hermann-Gmeiner-Sozialzentren.

SOS-Kinderdorf Huancayo

Huancayo liegt im Hochland von Peru auf ca. 3400 m. Die Gemeinde Sicaya, ein Vorort von Huancayo hat für unser SOS-Kinderdorf ein ca. 2,5 ha großes Grundstück zur Verfügung gestellt. Das SOS-Kinderdorf Huancayo wurde Ende 2000 eröffnet. Es hat Kapazitäten für 117 Kinder. Es besteht aus 13 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Tantenhaus, einem Gemeindehaus und einem Verwaltungs- und Servicebereich. Angeschlossen an das SOS-Kinderdorf ist eine SOS-Jugendeinrichtung, in der die Jugendlichen auf ein eigenständiges Leben vorbereitet werden.

SOS-Hermann-Gmeiner-Sozialzentrum Huancayo

Gleichzeitig mit dem SOS-Kinderdorf entstand auf dem gleichen Gelände ein Hermann-Gmeiner-Sozialzentrum mit Kindertagesstätte. Das Sozialzentrum besteht aus einer Kindertagesstätte für die Tagesbetreuung von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren, einem Raum für Erwachsenenbildung (Schreibmaschinen-, Computerkurse, etc.), Service- und Büroräumen. Außerdem wurde ein kleines medizinisches Zentrum errichtet, in dem Kinder- und Zahnärzte stundenweise sowohl für die Kinder und Jugendlichen des Kinderdorfes als auch der Nachbarschaft tätig sind.

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