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Ein Besuch im SOS-Kinderdorf Lujan
Mit einer Straßenkarte auf dem Schoß und voller Vorfreude fuhr Karin R. aus Ratzeburg durch die engen Straßen Lujans. Die sympathische Frau ist seit einem Jahr Patin des SOS-Kinderdorfes Lujan und nutzte ihren Urlaub in Argentinien, um ihren Patensohn Nahuel persönlich kennen zu lernen.
Eine herzliche Begegnung
Gemeinsam mit über 100 anderen Kindern wächst der kleine Nahuel im SOS-Kinderdorf Lujan auf, das eine dreiviertel Stunde von der Hauptstadt Buenos Aires entfernt liegt. Es wurde 2007 als viertes SOS-Kinderdorf in Argentinien eröffnet. Denn obwohl die südamerikanische Republik in den vergangenen Jahren einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt hat, lebt knapp die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Die Not trifft besonders die Kinder in den großstädtischen Ballungsräumen – wie in Buenos Aires. Die SOS-Kinderdorfmutter begrüßte die beiden Gäste mit offenen Armen. "Nahuel ist ein sehr fröhliches Kind und fühlt sich sehr wohl. Er und zwei seiner Geschwister zeigten uns gleich voller Freude junge Welpen, die im Kinderdorf vor kurzem auf die Welt gekommen sind", berichtet Karin R. von der ersten Begegnung mit dem quirligen Jungen.
"Ich hoffe, die Kinder nutzen ihre Chance"
Im SOS-Kinderdorf Lujan erfahren die Kinder nicht nur zum ersten Mal, was Liebe und Geborgenheit bedeuten, sie wachsen auch in einer behüteten Umgebung auf. Gleich in der Nähe des SOS-Kinderdorfgeländes gibt es öffentliche Kindergärten, Schulen und Freizeitmöglichkeiten, so dass sich die Mädchen und Jungen so normal und gesund wie möglich entwickeln können. Eine Tatsache, von der sich auch die Patin aus Deutschland überzeugen konnte: „Ich war sehr beeindruckt von dem Besuch. Das Gelände des Kinderdorfes ist schön angelegt und die Häuser sind solide und ordentlich gebaut. Ich hoffe, dass die Kinder die große Chance nutzen, die ihnen die neue Familie und das Dorf bietet.“