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Dort, wo es am Nötigsten ist…
Besuch bei SOS-Kinderdorf in Kambodscha
Vor sieben Jahren entschlossen sich Gregor und Christiane B. für eine Patenschaft von SOS-Kinderdorf. Afrika, Amerika, Asien – die Familie hatte damals keinen Bezug zu einem bestimmten Kontinent oder Land. Ohne groß zu überlegen, kreuzten sie einfach „dort wo es am Nötigsten ist“ an – und ließen sich überraschen, wo ihre Hilfe gerade gebraucht wird. Wenig später hielten Gregor und Christiane ihre Patenunterlagen in Händen. "Wir erhielten die Nachricht, dass unser Patenkind in einem SOS-Kinderdorf in Kambodscha lebt", erzählt Christiane B. "Für uns ein völlig fremdes Land, aber der Beginn einer wunderbaren Freundschaft".
Immer wieder erhielt das Ehepaar Post von ihrer Patentochter, erfuhr mehr über ihr Leben, ihre Vorlieben und das Aufwachsen im SOS-Kinderdorf – und recherchierte selbst über das Land in Südostasien, das nach mehr als drei Jahrzehnten Bürgerkrieg als eines der Ärmsten der Region gilt. In den Jahrzehnten des Krieges haben dort tausende Kinder ihre Eltern verloren und die staatlichen Einrichtungen können nur einen Teil der Kinder betreuen. Mangelernährung, Kinderarbeit und Kinderhandel führen zudem zu einer extrem hohen Kindersterblichkeit.
Ein Besuch in Kambodscha
Geschichten und Eindrücke, die das Ehepaar nicht mehr losließen. 2010 entschlossen sich Gregor und Christiane zum ersten Mal, nach Phnom Penh zu reisen, 2011 folgte ein zweiter Urlaub. "Wir waren zutiefst berührt und fasziniert von den Menschen und dem Land, das so unermessliches Leid erfahren musste und haben eine tiefe Liebe zu Kambodscha mitgebracht", erinnert sich Christiane B. an die erste Reise. Doch nicht nur das Land selbst hinterließ Spuren – besonders beeindruckt waren die Deutschen von Ihrem Besuch im SOS-Kinderdorf. Endlich einmal die Patentochter persönlich sehen und spüren, wie gut es ihr dort geht – bewegende Momente. Bei ihrem Besuch im SOS-Kinderdorf besichtige das Ehepaar auch die neue Hermann-Gmeiner Secondary-School in der Hauptstadt, die den Kindern vor Ort mit Hilfe einer guten Ausbildung die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben gibt.