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„Es ist schön, einem Kind zu helfen“

Loni und Martin Lorenz in China
Loni und Martin Lorenz sind SOS-Paten von Masibulele

Martin Lorenz geht es gut. Der Diplom-Ingenieur arbeitet in der Automobilindustrie, spielt gerne Golf und unternimmt mit seiner Frau Loni oft weite Reisen. „Irgendwann werden wir auch mal Südafrika besuchen“, verrät er, „dort wohnt Masibulele, unser Patenkind von SOS-Kinderdorf.“

Vor elf Jahren entschloss sich das Ehepaar, das selbst keine Kinder hat, ein Patenkind in einem Entwicklungsland zu unterstützen. „Wir haben an SOS-Kinderdorf geschrieben und nachgefragt, welche Möglichkeiten es gibt.“ Die Entscheidung für SOS-Kinderdorf fiel ihnen leicht. Martin Lorenz: „Den Verein kennt man, er hat einen guten Ruf.“ Loni Lorenz: „Meine Eltern waren auch schon jahrelang Paten für SOS-Kinderdorf, dadurch hatte ich ein gutes Gefühl.“


Patenberichte und Fotos informieren

Dem Ehepaar war wichtig, dort zu helfen, wo es gerade am dringendsten nötig ist. Sie machten deshalb keine genauen Angaben, aus welchem Land „ihr Kind“ kommen sollte und ob es ein Mädchen oder ein Junge sein sollte. So öffneten sie mit Spannung den Umschlag von SOS-Kinderdorf, der die Unterlagen zu ihrem Patenkind enthielt. Auf dem Foto von damals ist ein lachender Junge mit Zahnlücke zu sehen: Der 6-jährige Masibulele. Er lebte damals im SOS-Kinderdorf Mthatha in Südafrika.

Porträt von Masibulele aus Südafrika

Heute ist Masibulele 17 und vor Kurzem vom Familienhaus ins SOS-Jugendhaus gezogen. Dort wohnt er mit anderen Jugendlichen zusammen, die wie er noch die Schule besuchen oder bereits eine Ausbildung machen. Betreut werden sie von einem Erzieher, ansonsten sollen sich die Heranwachsenden schon möglichst selbstständig versorgen, damit sie auf ein Leben außerhalb des SOS-Kinderdorfs vorbereitet werden, berichtet Martin Lorenz. Er und seine Frau sind immer bestens informiert, weil ihnen die Patenabteilung von SOS-Kinderdorf jedes Jahr einen Bericht über die Entwicklung des Jungen schickt. Diese Transparenz schätzt Martin Lorenz sehr. „Vor etwa drei Jahren bekamen wir ein Schreiben, dass zukünftig 10 Prozent unseres monatlichen Beitrags für Verwaltungsaufwändungen abgezweigt werden müssen. Ich finde es gut, dass der Verein so offen darüber informiert.“.


Private Spendensammlungen helfen

Bei Grillpartys oder größeren Geburtstagsfeiern bittet das Ehepaar Freunde und Bekannte statt der üblichen Mitbringsel und Geschenke um eine Spende für das SOS-Kinderdorf ihres Patenkindes. „Wir stellen dann einen Spendenglobus auf und freuen uns jedes Mal, wenn wir einen schönen Betrag zusammenbekommen und als Dorfspende an Mthatha in Südafrika überweisen können“, erzählt Martin Lorenz.
Was machen er und seine Frau, wenn Masibulele seine Ausbildung beendet hat? „Dann übernehmen wir wieder eine Patenschaft für ein SOS-Kinderdorf-Kind, denn es ist schön zu helfen.“