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„Wir geben gerne etwas weiter“
Familie B. aus München unterstützt ein Patenkind im Kongo
Es ist der 2. Adventssonntag. Gemütlich sitzt die Familie bei Ostfriesen-Tee und Plätzchen zusammen. Auf ihrer Fotowand an der Esszimmertür sticht das Foto eines farbigen Mädchens zwischen den blonden Schöpfen von Emily und Jonas B. deutlich hervor. „Das ist unser Patenkind Francoise aus Afrika“, sagt Mutter Astrid und holt das Foto von der Pinnwand.
Familienvater Mathias erzählt: „Als ich vor zwei Jahren eine ordentliche Gehaltserhöhung bekam, stand für uns fest, dass wir etwas davon weitergeben möchten.“ Seine Frau Astrid ergänzt: „Seit wir selbst Kinder haben, überlegten wir schon länger, dass wir gerne auch ein Kind unterstützen wollen, dem es nicht so gut geht wie unseren eigenen.“ Mathias informierte sich intensiv, welche der vielen Hilfsorganisationen er unterstützen wollte. „An SOS-Kinderdorf fand ich gut, dass man ganz konkret ein Kind unterstützen kann und sogar persönlichen Kontakt mit dem Kind aufnehmen kann. Außerdem ist SOS einfach eine Institution, die ich mit direkter Hilfe verbinde.“
Ganz einfach: Die Patenschaft online abschließen
Als sie sich entschieden hatten, schloss Mathias die Patenschaft direkt über die Onlineseite von SOS Kinderdorf e.V. ab. Da die Familie keinen persönlichen Bezug zu einem bestimmten Land hat, gaben sie an, dass die Organisation ein Kind aus einem Land wählen sollte, wo gerade am dringendsten Hilfe benötigt wird. „Bald darauf bekamen wir unser Patenhandbuch und die Patenurkunde per Post zugeschickt. Darin lag auch ein Foto unseres Patenkindes und ein Lebenslauf“, erinnert sich Mathias. „Francoise ist ein sehr aufgewecktes Mädchen, das gerne malt“ heißt es in dem Steckbrief.
Tochter Emily, gerade mal ein Jahr jünger als Francoise, interessierte sich besonders für das Bild des Mädchens aus dem fernen Afrika. Und da sie auch gerne malt, griff sie selbst gleich zu den Buntstiften. Zusammen mit einem Familienfoto und einigen Zeilen, schickte Mathias das farbenfrohe Bild seiner Tochter an die Korrespondenzadresse von SOS-Kinderdorf im Kongo. Einmal im Jahr erhält die Familie einen Statusbericht über ihr Patenkind sowie einen Brief von Francoise. „Wir werden Francoise solange unterstützen, bis sie ihre Ausbildung beendet hat“, versichert Mathias: „Ich schätze es sehr, dass SOS Kinderdorf auch die Schulbildung und Berufsausbildung der Kinder ermöglicht. Diese nachhaltige Form der Hilfe ist mir sehr wichtig“, so der Diplom-Ökonom.
Die nachhaltige Hilfe von SOS-Kinderdorf überzeugt
Gefragt, ob er in den Zeiten der Wirtschaftskrise nicht wie so viele andere sein Geld lieber zusammenhalten möchte, wird er beinahe etwas ungehalten: „Die Wirtschaftskrise ist für die meisten doch nur ein vorgeschobenes Argument. Wo geht es uns denn schlecht? Man muss wirklich aufpassen, dass man die Maßstäbe nicht verschiebt!“ Für ihn und seine Familie ist es klar, dass sie die Augen nicht verschließen wollen. Ab Januar 2010 erhöht Mathias seinen monatlichen Patenbetrag für Francoise von 35 auf 50 Euro.