Nepal

Zwei Mädchen lachen. Mädchen sitzen in der Schule Das ehemalige Königreich Nepal mit seinen 29 Mio. Einwohnern liegt in Südasien und grenzt im Norden an die Autonome Region Tibet der Volksrepublik China sowie im Osten, Süden und Westen an Indien. Die Gesamtfläche des Landes beträgt 147.181 Quadratkilometer, Hauptstadt ist Kathmandu. Offizielle Landessprache ist Nepalesisch, daneben existieren noch rund 50 weitere lokale Sprachen und Dialekte. 80 Prozent der Nepalesen sind Hindus, gefolgt von etwa 15 Prozent Buddhisten.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Nepal:

  • 9 SOS-Kinderdörfer
  • 7 SOS-Jugendeinrichtungen
  • 8 SOS-Schulen
  • 3 SOS-Berufsausbildungszentren
  • 8 SOS-Sozialzentren
  • 1 Medizinisches Zentrum

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Hintergrund

Seit der Wahl des ersten Parlaments im Jahre 1991 erlebte Nepal eine Vielzahl sich abwechselnder Regierungen. Nach der Ermordung des damaligen Königs Birendra im Jahre 2001 löste sein Bruder, der neue König Gyanendra, 2002 das damals amtierende Parlament auf. Auch in den Folgejahren konnte keine Regierung länger bestehen. Im November 2006 konnte ein Friedensabkommen der Regierung mit den Maoisten, zur Beilegung des seit 1996 geführten Kampfes gegen das System erzielt werden. Im Mai 2008 wurde die Monarchie durch die Verfassungsgebende Versammlung, die dem Parlament entspricht, offiziell abgeschafft und Nepal zur demokratischen Bundesrepublik erklärt.

Nepal gehört zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt, die Infrastruktur ist unzureichend, Korruption und Misswirtschaft weit verbreitet. Knapp 70 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Jeder zweite Erwachsene ist Analphabet. Die Armut treibt viele Bewohner Nepals in die Städte. In Folge der Landflucht zerfallen die traditionellen Familienverbände. Im täglichen Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Armut sehen sich viele Eltern nicht mehr in der Lage, für ihre Kinder zu sorgen.

Während eines Besuchs in Nepal im Jahr 1968 traf Hermann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer, auch mit der nepalesischen Prinzessin Princep Shah zusammen, die sich von der SOS-Kinderdorf-Idee sehr beeindruckt zeigte. In der Folge konnten 1973 das erste nepalesische SOS-Kinderdorf Sanothimi seine Pforten öffnen. Mittlerweile gibt in diesem Land neun SOS-Kinderdörfer sowie diverse Zusatzeinrichtungen.

SOS-Kinderdorf Kavre

Das 1997 erbaute SOS-Kinderdorf Kavre besteht aus 14 Familienhäusern, dem Haus des Dorfleiters und den notwendigen Nebengebäuden. Bis zu 140 Kinder finden hier ein neues Zuhause. Angeschlossen an das SOS-Kinderdorf gibt es seit 2008 eine Jugendeinrichtung, in der die Jugendlichen mit Hilfe eines Betreuers auf ein eigenständiges Leben vorbereitet werden.

SOS-Primar- und Sekundarschule Kavre

Aufgrund der schlechten Infrastruktur wurde hier auch eine eigene SOS-Hermann-Gmeiner-Schule mit Primär- und Sekundarschule sowie ein SOS-Kindergarten eröffnet. Die Schule verfügt über 12 Klassen, derzeit werden an die 500 Kinder unterrichtet. Sowohl die Schule als auch der Kindergarten stehen auch den Kindern aus der Umgebung offen. Neben den 12 Klassenräumen verfügt die Schule über zwei Labors, einen Computerraum und eine Bibliothek.

SOS-Sozialzentrum Kavre

Das 2000 gegründete SOS-Sozialzentrum in Kavre organisiert verschiedene Unterstützungsprogramme für bedürftige Familien, die zur Familienstärkung beitragen sollen. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen.

SOS-Berufsbildungszentrum Kavre

2003 wurde zusätzlich ein SOS-Berufsausbildungszentrum errichtet, in dem zukünftige SOS-Mütter, Tanten und andere SOS-Mitarbeiter geschult werden.

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