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Namibia
Namibia, die ehemalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika, umfasst eine Fläche von 824.292 km² und liegt nordwestlich von Südafrika. Offizielle Landessprache ist Englisch, daneben sind aber Afrikaans, Deutsch sowie verschiedene afrikanische Sprachen (Oshivambo, Otjiherero, Nama, Damara) weit verbreitet. 87 Prozent der 2,1 Mio. zählenden Namibianern hängen dem christlichen Glauben an.
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Namibia:
- 3 SOS-Kinderdörfer
- 3 SOS-Kindergärten
- 2 SOS-Jugendeinrichtungen
- 1 SOS-Hermann-Gmeiner-Schule
- 3 SOS-Sozialzentren
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Hintergrund
Namibia gehört zu den wirtschaftlich starken Ländern Afrikas. Die größte Bedeutung hat, neben Viehzucht und Fischfang, die Diamantengewinnung in der Wüste Namib. Im Gegensatz zu der relativen wirtschaftlichen Stärke kämpft das Land mit erheblichen Defiziten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Armutsbekämpfung. Die Arbeitslosenquote liegt bei 36 Prozent, die Einkommensverhältnisse und damit die Kluft zwischen arm und reich, divergieren stark. Über die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.
Die hohe HIV/AIDS-Rate hat verheerende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen. Offiziellen Angaben zufolge sind knapp 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung infiziert. Auch das Bildungssystem ist von dieser Entwicklung betroffen, da immer mehr qualifizierte Lehrkräfte durch die Infektion wegfallen. Zwar werden seitens der Regierung im Bereich Bildungspolitik große Anstrengungen unternommen, dennoch ist die Analphabetenrate nach wie vor hoch.
SOS-Kinderdorf Windhoek
Die SOS-Kinderdorfarbeit in Namibia wurde im Jahre 1983 aufgenommen. Das erste SOS-Kinderdorf wurde 1985 auf einem drei Hektar großen Grundstück in Khomasdal, einem Vorort von Windhoek, eröffnet. Es umfasst 12 Familienhäuser, ein Dorfleiterhaus, ein Tantenhaus, ein Gästehaus und eine Werkstatt. Hinzu kommen ein Verwaltungsgebäude, ein Kinderspielplatz und ein Gemüsegarten. Darüber hinaus verfügt das Kinderdorf über einen SOS-Kindergarten mit vier Klassenräumen.
SOS-Jugendeinrichtung
Die Jugendlichen wohnen während ihrer Ausbildungszeit in einer der beiden SOS-Jugendeinrichtungen, entweder auf dem SOS-Kinderdorf-Gelände oder in einem Haus außerhalb. Hier werden sie mit Hilfe eines Betreuers auf ein eigenständiges Leben vorbereitet.
SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule
Direkt gegenüber dem SOS-Kinderdorf befindet sich die SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule mit 21 Klassenräumen und einem Laboratorium. Die Schule sowie der SOS-Kindergarten stehen auch den Kindern der Umgebung offen. Um möglichst allen Kindern den Besuch zu ermöglichen, werden die Schulgebühren bewusst gering gehalten. In Fällen, in denen die Familien das Geld nicht aufbringen können, werden Stipendien vergeben.
SOS-Sozialzentrum
Seit September 2004 gibt es außerdem ein SOS-Sozialzentrum, das von HIV/AIDS-betroffenen Familien in Form von materieller und psychosozialer Unterstützung hilft als auch die medizinische Grundversorgung der betroffenen Personen sichert.