16. 02. 2017Quelle: Yvonne Weber (Text und Fotos)

Ministerpräsident verspricht Unterstützung für neustes Pilotprojekt

Ministerpräsident Stephan Weil auf Stippvisite im SOS-Mütterzentrum in Salzgitter.

Ministerpräsident Stephan Weil auf Stippvisite im SOS-Mütterzentrum in Salzgitter. Die Gäste freuen sich über den prominenten Besuch

Stephan Weil besucht SOS-Mütterzentrum Salzgitter bei Infotour durch Wahlkreis

"Ich war schon in vielen Mütterzentren, aber noch nie in einem solch schönen und vollen Haus, wie in Ihrem“, lobt Ministerpräsident Stephan Weil beim kürzlichen Besuch im SOS-Mütterzentrum Salzgitter. Er kann es gar nicht glauben, als er die tägliche Besucherzahl hört: „600? Pro Tag? Ich habe mit maximal 80 gerechnet“, ist Weil beeindruckt.

Was wird gebraucht? Was ist geplant? Bild vergrößern

Was wird gebraucht? Was ist geplant? Landtagsabgeordneter Marcus Bosse, Ministerpräsident Stephan Weil, Hausleiterin Sabine Genther hören die Projektvorstellung von Hildegard Schooß

Das Haus steht auf seiner Informationstour durch seinen Wahlkreis als einziger Haltepunkt in Salzgitter auf dem Programm. Es ist ein Vorzeigeobjekt. Nicht nur für Salzgitter. Die „innovative Einrichtung“, wie Landtagsabgeordneter Marcus Bosse sie bezeichnet, will nun mit neuem Anbau auch weiter neue Pfade beschreiten. Da kam es den Köpfen des Mütterzentrums gerade recht, dass sich hoher Besuch ankündigte. „Wir brauchen Ansprechpartner in den Ministerien, um unser neustes Projekt weiter voranzutreiben“, hofft Leiterin Sabine Genther auf Unterstützung.

Gemeinsame Betreuung von Jung bis Alt

Ministerpräsident Stephan Weil und Leiterin Sabine Genther freuen sich über die kulinarische Vielfalt Bild vergrößern

Ministerpräsident Stephan Weil und Leiterin Sabine Genther freuen sich über die kulinarische Vielfalt, die Ghada Mroue, Muna Al Ghamri und Ghada Homsy beim Besuch auf den Tisch zaubern.  

Gemeinsam mit Hildegard Schooß, Gründerin des ersten deutschlandweiten Mütterzentrums in Salzgitter, stellt sie das Pilotprojekt „Gemeinsame Betreuung von Jung bis Alt“ dem Ministerpräsidenten und seinem Gefolge auf dem Marktplatz im Haus vor. Die Frauen wollen erneut neue Wege gehen. Ein weiteres Mal „Pioniere“ werden. Mit dieser gemeinsamen Tagesbetreuung für jung und alt will das Haus deutschlandweit erstmalig gezielt verschiedene Generationen bewusst und langfristig zusammenführen. „Wir wollen neue Lösungen schaffen, um den steigenden Anforderungen in den Familien und auch in den Institutionen und Kommunen bei der Betreuung von Kindern und alten Menschen zu begegnen“, so Sabine Genther. Entgegen der gängigen Trennung zwischen den Altersstufen wolle sie und ihr Team die Generationen wieder zusammenführen. „Wie in einer richtigen Großfamilie“, so Genther. Im neuen Anbau, der Mitte des Jahres eröffnet werden soll, können dann die 25 Kindergartenkinder der Kita und die zu betreuenden Senioren in der Altenpflege bei gemeinsamen Aktivitäten und Mahlzeiten näher zusammen rutschen. Verbindliche Rituale sollen das Miteinander festigen. Die Mitarbeiter, Erzieherinnen wie auch Altenpflegerinnen, werden auf diese neuen Aufgaben vorbereitet und geschult. Der Bedarf ist da und die Zusammenführung der einzelnen Generationen klappt bereits seit Jahren hervorragend. Das zeigen auch die Studien, die verschiedene Studentengruppen der TU Braunschweig für das SOS-Mütterzentrum entwickelten. „Verschiedene Angebote zeigen uns, wie super die Menschen miteinander harmonieren. Es gibt sofort eine Ebene zwischen Kind und Senior“, betont Sabine Genther. Es wäre für alle eine Win-Win-Situation. Für die teilnehmenden Kindergartenkinder und die Senioren, die voneinander lernen, den Institutionen, die immer mehr Aufgaben schultern müssen, und für die Kommunen, die zukünftig immer mehr Lösungen zwischen Stadt und Land finden müssen.

Informationen, Daten und Fakten

Das versteht auch der Ministerpräsident bei seinem Blitzbesuch im Haus. „Ihr demographisches Thema ist das Topthema für Niedersachsen!“, lobt Ministerpräsident Stephan Weil beim Besuch im SOS-Mütterzentrum Salzgitter. Die Frauen bitten Weil um tatkräftige Hilfe. „Wir brauchen Sie als Türöffner in den Ministerien, um die nötigen Genehmigungen und Mittel weiter voranzutreiben“, so Schooß. Das kommt an. Weil sichert seine Hilfe zu. Die ersten Unterlagen kann er bereits mitnehmen. Nun brauche er weitere Informationen, Daten und Fakten, um diese an die richtigen Stellen weiterzuleiten. Das sieht doch gut aus! Nun bleibt abzuwarten, wie schnell Weil sich für die Salzgitteraner stark machen kann, damit Kinder und Senioren schnellstmöglich gemeinsam voneinander profitieren.