Mauritius

Mehre Kinder stehen in einer Gruppe Die aus der gleichnamigen Hauptinsel und einigen kleineren Inseln bestehende Republik Mauritius liegt 800 Kilometer östlich von Madagaskar im Indischen Ozean. Die Hauptstadt des Staates ist Port Luis. Insgesamt zählt Mauritius etwas über 1,25 Millionen Einwohner. Der Name stammt aus dem 16. Jahrhundert als die Insel durch die Holländer besetzt wurde und nach dem niederländischen Prinzen Mauritius von Nassau benannt wurde.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen auf Mauritius:

  • 2 SOS-Kinderdörfer
  • 2 SOS-Kindergärten
  • 1 SOS-Jugendeinrichtung
  • 1 SOS-Sozialzentrum
  • 1 SOS-Berufsausbildungszentrum

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Hintergrund

Offizielle Landessprache ist Englisch, jedoch spricht der Großteil der Bevölkerung kreolisch. Die Bevölkerung ist überwiegend indischer (53 Prozent) und kreolischer (43 Prozent) Abstammung. Aus diesem Grund sind auch die Hälfte der Bevölkerung Hindus, gefolgt von etwa einem Drittel Christen.

Das Bildungsniveau ist für afrikanische Verhältnisse sehr gut. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei knapp 90 Prozent der Bevölkerung, bei den Grundschulen liegt die Einschulungsquote bei 95 Prozent, rund zwei Drittel der Jugendlichen besuchen im Anschluss eine Sekundarschule.

Obwohl Mauritius ein beliebtes Touristenziel ist, gibt es dennoch sehr viel Armut in der Bevölkerung, vor allem in den touristisch nicht so erschlossenen Gebieten. Zwar gibt es Kinderhilfseinrichtungen im Lande, dies jedoch nicht in ausreichendem Maße und mit teilweise unzureichender Qualität.

SOS-Kinderdorf Bambous

Die SOS-Kinderdorf-Arbeit begann auf Mauritius im Jahre 1989 mit der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens und der im darauffolgenden Jahr Gründung des lokalen SOS-Kinderdorf-Vereins.

Nach dem 1991 errichteten ersten SOS-Kinderdorf Beau Bassin, konnte Ende 2003 ein zweites SOS-Kinderdorf auf Mauritius, in der Region Black River (Rivière Noire), in der Stadt Bambous fertiggestellt werden. Es handelt sich hier um eine der ärmsten Gegenden der Insel, im Südwesten von Mauritius.

Das 2,8 ha große Grundstück des SOS-Kinderdorfes wurde von der Regierung auf Erbpachtbasis zur Verfügung gestellt. Das SOS-Kinderdorf Bambous besteht aus 12 Familienhäusern für bis zu 120 Kinder, einem Dorfleiterhaus, einem Personalhaus, einem Haus für Familienhelferinnen, einem Gemeindehaus mit Gästebereich sowie einem 3-gruppigen SOS-Kindergarten, der auch den Kindern der Umgebung offen steht.

SOS-Sozialzentrum Bambous

In 2005 wurde aufgrund des großen Bedarfs ein SOS-Sozialzentrum ins Leben gerufen. Hier wird versucht Familien in Not zu helfen und so ein Auseinanderbrechen der Familien zu verhindern. Die Leistungen sind umfassend und gehen von Aufklärungs- und Beratungsgesprächen bis hin zu einer medizinischen Grundversorgung.

SOS-Berufsausbildungszentrum Bambous

Im gleichen Jahr nahm auch das SOS-Berufsausbildungszentrum seinen Betrieb auf. Hier werden für 30 Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf und dem Familienförderprogramm berufsbegleitende Kurse in den Bereichen Elektroinstallation, Klempnerei, Konditorei und Holzverarbeitung angeboten.

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