Lesotho

Ein Kind lacht in die Kamera und ein Blick auf das Kinderdorf in Lesotho Das 30.344 km² große Königreich Lesotho, wegen seiner Lage in den Drakensbergen, die sich an der Südostgrenze des Landes entlang ziehen, auch „Bergkönigreich“ genannt, ist eine Enklave im südlichen Afrika. Der höchste Berg Südafrikas, der Thabana Ntlenyana, befindet sich hier.

SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Lesotho:

  • 2 SOS-Kinderdörfer
  • 2 SOS-Kindergärten
  • 1 SOS-Jugendeinrichtung
  • 1 SOS-Schule
  • 1 SOS-Medizinisches-Zentrum
  • 2 SOS-Sozialzentren

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Hintergrund

Lesotho hat etwa 1,7 Millionen Einwohner, zwei Drittel davon leben in den Ebenen. In der Hauptstadt Maseru leben rund 130.000 Einwohner. Eine Besonderheit dieses Landes ist die Tatsache, dass die Bevölkerung – im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern Afrikas nahezu ausschließlich aus der Volksgruppe Basotho besteht. Nur etwa 3.000 Menschen sind europäischen Ursprungs, eine kleine Minderheit stammt aus Asien. Über 90 Prozent der Einwohner sind Christen, doch traditionelle Religionen und Rituale sind neben dem christlichen Glauben bis heute sehr lebendig. Landessprachen sind Englisch und Sesotho.

Lesotho ist ein verhältnismäßig wasserreiches Land inmitten einer sehr trockenen Region, verfügt jedoch über relativ wenig landwirtschaftlich nutzbare Anbauflächen. Wirtschaftlich gesehen ist Lesotho, das zu einem der ärmsten Länder der Welt zählt, stark von Südafrika abhängig. Da Arbeitsplätze rar gesät sind, verdient ein Großteil der Bevölkerung dort seinen Lebensunterhalt als Gastarbeiter. Die verheerende Ausbreitung von HIV/AIDS stellt das soziale und wirtschaftliche Leben Lesothos vor große Herausforderungen. Offiziellen Angaben zufolge sind weit über 20 Prozent der Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

In Lesotho besteht Schulpflicht. Seit 2000 ist der Besuch der Grundschule kostenlos, die Einschulungsrate liegt bei über 80 Prozent. Jedoch besucht in der Folge nur etwa jedes fünfte Kind eine weiterführende Schule. Die Schulen, die überwiegend von kirchlichen Trägern geleitet werden, kämpfen mit chronisch mangelhafter Ausstattung und der Abwanderung von qualifiziertem Personal. Die Analphabetenrate liegt aktuell bei ca. 20 Prozent.

SOS-Kinderdorf Maseru

Das SOS-Kinderdorf Maseru entstand in den Jahren 1994-95 auf einem von der Regierung zur Verfügung gestellten Grundstück am Rande der Hauptstadt Maseru.

Es besteht aus 10 Familienhäusern, in denen bis zu 120 Kinder leben können, zwei Tanten- und Gästehäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Verwaltungsgebäude sowie einem Kindergarten mit Platz für 125 Kinder, der, wie die meisten SOS-Kinderdorf-Einrichtungen, auch den Kindern aus der Nachbarschaft offen steht. Im Jahre 2001 wurden auf dem Kinderdorfgelände vier Jugendhäuser mit insgesamt 24 Plätzen errichtet.

SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule

Dem SOS-Kinderdorf angegliedert ist eine als Privatschule geführte Hermann-Gmeiner-Grundschule mit 14 Klassenzimmern und drei Fachklassen für Hauswirtschaftslehre, Kunsthandwerk und Landwirtschaft. Derzeit kann die Schule von knapp 500 Schülern besucht werden.

SOS-Medizinisches Zentrum Maseru

1995 wurde auf dem Grundstück des Kinderdorfes zusätzlich ein medizinisches Zentrum mit drei Behandlungsräumen errichtet. An die 1000 Patienten können hier monatlich versorgt werden. Von diesem Zentrum aus werden regelmäßig großangelegte Impfkampagnen durchgeführt.

SOS-Sozialzentrum Maseru

In 2003 wurde angesichts der großen HIV/AIDS Problematik ein SOS-Sozialzentrum ins Leben gerufen, welches materielle, medizinische und schulische Unterstützung, Beratung und HIV/Aids Aufklärung sowie Verselbständigungsinitiativen anbietet.

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