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SOS-Kinderdorf Japan ist zur Aufnahme von Tsunami-Opfern bereit
Inmitten der Schreckensmeldungen, die uns jeden Tag aus Japan erreichen, eine positive Nachricht: Den Kindern und ihren Kinderdorfmüttern im SOS-Kinderdorf Fukuoka geht es gut. Die Leitung bereitet sich nun darauf vor, Kinder und Familien aus den vom Tsunami betroffenen Gebieten in Absprache mit den örtlichen Behörden aufzunehmen.
Durch seine Lage im Südwesten Japans blieb das Kinderdorf Fukuoka, das erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde, vom verheerenden Erdbeben und den schrecklichen Auswirkungen des Tsunamis verschont. Inwieweit diese Region Japans von der Atomkatastrophe in Fukushima betroffen sein wird, ist noch nicht vorhersehbar.
Auch wenn momentan schwer absehbar ist, wie viele Kinder bei dem Unglück ihre Familien verloren haben, rechnen Experten immer noch mit vielen Opfern, da die meisten Kinder zum Zeitpunkt des Erdbebens und dem darauffolgenden Tsunami den Kindergarten bzw. die Schule besucht haben.
Am dringendsten werden momentan Wasser, Decken, Nahrungsmittel und Medikamente benötigt. Der Geschäftsführer des Kinderdorfes Fukuoka, Junko Otani, weißt darauf hin, wie wichtig es ist, den traumatisierten und verunsicherten Kindern zu helfen und ihnen eine adäquate psychologische Hilfe anzubieten. Kinder, die solche Katastrophen erlebt haben, müssen so bald wie möglich über ihre negativen Ereignisse sprechen und diese verarbeiten können, um sicherzustellen, dass keine seelischen Schäden verbleiben.
Ob und wann und welche konkreten Hilfsprogramme von SOS-Kinderdorf durchgeführt werden, ist noch nicht bekannt. Deshalb rufen wir momentan nicht zu Spenden für Japan auf. Wenn Sie für die allgemeinen Nothilfeprogramme von SOS-Kinderdorf spenden möchten, können Sie das über den Button unten auf dieser Seite tun.
Das erste SOS-Kinderdorf des Landes ist 2010 eröffnet worden. Es befindet sich in Fukuoka, eine Millionenstadt an der Nordküste von Japans Hauptinsel Kyushu, etwa 1.100 Kilometer südwestlich von Tokio. Das SOS-Kinderdorf besteht aus fünf Familienhäusern und bietet bis zu 25 elternlosen und verlassenen Kindern ein neues Zuhause.
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