Flüchtlingsarbeit

Warme Jacken für den Winter: SOS-Kinderdorf hilft in Syrien

Ankommen am sicheren Ort

Geburtsstunde für SOS-Kinderdörfer weltweit: Kriegswaisen zu helfen – ein Impuls, der auf den Gründer Hermann Gmeiner zurückgeht. Als internationales Netzwerk von Hilfsorganisationen ist uns das Engagement für junge Flüchtlinge ein wichtiges Anliegen.

Die ersten unbegleiteten, minderjährigen Asylbewerber, kurz UMA´s, integrierten wir Ende 2015 in unsere SOS-Kinderdorffamilien, heilpädagogischen Wohngruppen und anderen Lebensgemeinschaften im SOS-Kinderdorf Worpswede. Im Februar 2016 eröffneten wir die erste UMA-Wohngruppe mit acht jungen Männern aus Afghanistan. Im Juli 2016 folgte eine interkulturelle Jugendwohngruppe für acht junge Flüchtlinge zwischen 15 – 18 Jahren in Osterholz-Scharmbeck. Zwei der acht jungen Männer werden in separaten Apartments des zentral gelegenen Wohnhauses ihre Selbstständigkeit trainieren. Ein Team aus vier pädagogischen Fachkräften begleitet die interkulturelle Jugendwohngruppe.

Aufwühlende Fluchterlebnisse, Ungewissheit, Schicksalsschläge belasten die Geflüchteten. Ihnen einen geschützten Raum zu bieten, ist wichtig. Hier können sie zur Ruhe kommen und mit therapeutischer Unterstützung ihre Vergangenheit verarbeiten. Über regelmäßigen Deutschunterricht, den täglichen Schulbesuch sowie Freizeitangebote, wie dem Flüchtlingscafé und Jugendclub-Abenden ermöglichen wir ihre Integration. Wir unterstützen sie im täglichen Zusammenleben, bei Arztbesuchen, Asylanträgen und bei der Klärung von Bleibeperspektiven. Dolmetscher und Kulturvermittler sorgen für das Verständnis der verschiedenen Kulturen. Auch unsere Kinder und Jugendliche profitieren: Sie vermitteln ihre Wertekultur und lernen spielend die der anderen kennen: ein Gewinn für alle Seiten.