11. 05. 2017

Die Erzieher von morgen

Nachwuchs: Diese Jungen und Mädchen interessierten sich fürs SOS-Kinderdorf Worpswede

Nachwuchs: Diese Jungen und Mädchen interessierten sich fürs SOS-Kinderdorf Worpswede

Elf Schülerinnen & Schüler erkundeten am „Zukunftstag“ das SOS-Kinderdorf Worpswede

Als „vollen Erfolg“ feierten alle Beteiligten den vierten Zukunftstag, der Ende April im SOS-Kinderdorf Worpswede stattfand. Insgesamt elf Jungen und Mädchen aus den fünften, sechsten und siebten Klassen waren im Rahmen des Boys‘ & Girls‘ Days nach Worpswede gekommen, um verschiedene Berufe zu erkunden: Während die einen für einen Tag in die Rolle des Erziehers schlüpften, durften sich die anderen als Gärtnerinnen ausprobieren. Am Ende des Tages hatten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke, neue Perspektiven und spannende Erfahrungen gewonnen.

Um Punkt 12 Uhr wurden die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Zukunftstages auf dem Dorfplatz des SOS-Kinderdorfs Worpswede von Organisator Ulrich Wenger begrüßt. Der Sozialpädagoge zeigte den Jungen und Mädchen einen kurzen Film, der den jungen Menschen einen ersten Eindruck vom Alltag im Dorf vermittelte und stellte die verschiedenen Angebote des SOS-Kinderdorfs Worpswede vor.

Anschließend wurde es dann ernst: Während die einen gemeinsam mit dem Dorfgärtner das große Gelände beackerten, machten sich die anderen in der Kita und in den Kinderdorfhäusern und Wohngruppen nützlich. Dort halfen sie bei den Hausaufgaben, spielten mit den Kindern oder backten Kuchen. Das Leben und den Alltag in den Kinderdorfhäusern zu erleben, war für die Schülerinnen und Schüler ein ganz besonderes Erlebnis: „Die Kinder haben mir auch einiges über ihre persönlichen Geschichten erzählt“, berichtete ein Teilnehmer beeindruckt und ein anderer bemerkte, dass da im Haus „ganz schön viel los“ war. Auch über den Erzieherberuf konnten die Jungen und Mädchen eine Menge lernen: „Ich habe viel von der Arbeit des Erziehers mitbekommen und erfahren“, freute sich ein Schüler. Im Laufe des Tages hatte er festgestellt, dass die wichtigste Voraussetzung für den Erzieherberuf wohl ist, gerne mit Kindern zu arbeiten. Und auch er selbst hatte für sich herausgefunden, dass dieser Beruf durchaus interessant ist.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, auch das Team des SOS-Kinderdorfs war am Ende des Tages hochzufrieden: „Wir freuen uns natürlich riesig, wenn wir an so einem Tag junge Menschen für den Erzieherberuf begeistern können“ erklärte Organisator Ulrich Wenger. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels finden wir es als SOS-Kinderdorf wichtig, auch selbst etwas für den Nachwuchs zu tun und den Erzieherberuf attraktiver zu machen“, so der Pädagoge. Dass sich das SOS-Kinderdorf im nächsten Jahr also wieder am Zukunftstag beteiligt, steht außer Frage: „Natürlich sind wir wieder dabei, wenn es darum geht, Jungen und Mädchen einen unmittelbaren Eindruck von den Berufen bei uns im Dorf zu vermitteln und ihnen so die Chance zu geben, Neues zu entdecken und sich weiterzuentwickeln“, bestätigt Einrichtungsleiter Joachim Schuch. Und auch einige der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird man im Dorf wahrscheinlich wiedersehen: „Es hat mir in dem Haus so gut gefallen, dass ich die Kinder gerne wieder besuchen möchte“ erzählte ein Schüler noch, bevor sich alle auf den Heimweg machten.

Wer sich auch über Jobs im SOS-Kinderdorf informieren möchte, kann dieses auf der diesjährigen PUBLICA Messe vom 20.-21. Mai in Osterholz-Scharmbeck tun. Von 10-18 Uhr steht das Team des SOS-Kinderdorfes Worpswede auf dem Außengelände in einem Pavillon bereit und bietet dort Informationen rund um die vielseitigen Berufe.

Hintergrundinformation:

Am Girls'Day und Boys'Day – dem Mädchen- bzw. Jungen-Zukunftstag – bekommen zehntausende Jungen und Mädchen die Chance, Berufe frei von Geschlechter- und Rollenklischees kennenzulernen. In diesem Jahr war das Angebot so groß wie noch nie: Beim Girls'Day wurde mit mehr als 10.000 Veranstaltungen zum ersten Mal seit dem Start im Jahr 2001 eine fünfstellige Zahl erreicht. Knapp 7.000 Veranstaltungen beim Boys'Day waren ebenfalls Rekord. Insgesamt haben an den Aktionstagen rund 100.000 Mädchen und über 30.000 Jungen teilgenommen.