Harlekin-Nachsorge für Frühgeborene und Risikokinder

Baby mit der Mutter

Seit November 2006 beteiligen sich das SOS-Kinderzentrum und der SOS-Kinderdorf e.V. an dem Projekt „Implementierung der Harl.e.kin-Nachsorge in Bayern“.

Das Projekt stellt ein interdisziplinäres Vernetzungsangebot zwischen der Kinderklinik am Klinikum Garmisch-Partenkirchen, dem Sozialpädiatrischen Zentrum Garmisch-Partenkirchen, dem SOS–Kinderzentrum und dem SOS-Kinderdorf e.V. sowie der Arbeitsstelle Frühförderung e.V. Bayern, dar.

Ziel des Projekts ist es, die Nachsorge für Frühgeborene, Kinder mit bekannten Risikofaktoren, chronisch kranke und behinderte Kinder zu verbessern und zur Prävention von Interaktionsstörungen, Entwicklungsstörungen und Entwicklungsbeeinträchtigungen beizutragen. Da die Belastungen durch ein früh- oder risikogeborenes Kind noch längere Zeit nach der Entlassung aus der Klinik weiter wirken und häufig zu Erschöpfung, Zukunftsängsten und sozialen Isolierungstendenzen bei den Familien führen, gilt es, den Übergang von der Klinik nach Hause zu unterstützen und zu erleichtern.

Das Nachsorgekonzept ist zeitlich begrenzt und übergangsorientiert ausgerichtet. Es bietet familien- und wohnortnah frühzeitige und niedrigschwellige Hilfen an. Die Nachsorge erfolgt im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe so lange, wie es die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Familien erfordern.

Umfassend werden angeboten: 

  • entwicklungsneurologische Untersuchungen
  • entwicklungspsychologische Untersuchungen
  • Entwicklungs-/Interaktionsberatung, Krisenintervention
  • psychosoziale und auch pflegerische Begleitung und Beratung

Neben der projektinternen Zusammenarbeit stellt die Kooperation mit niedergelassenen KinderärztInnen, Hebammen und TherapeutInnen einen weiteren wichtigen Baustein der Nachsorge dar.