14. 07. 2017

Musik ohne Grenzen

Singevent

Philipp Stegmüller zu Gast im SOS-Kinderdorf Weilheim

Ein wahres „Musikspektakel“ ereignete sich kürzlich in der Weilheimer SOS-Kinderdorf Einrichtung, als Tonsalat, der hauseigene Chor, einen musikalischen Gast empfing. Philipp Stegmüller, Musiker aus München, reiste mit Gitarre, Djembes, Mundharmonikas und anderen kleinen und großen Instrumenten an, um einen Abend lang zusammen mit Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitenden des Kinderdorfs zu singen.

Fabienne Woiton, pädagogische Mitarbeiterin einer Wohngemeinschaft, und Evelyn Schan, die Chorleiterin von Tonsalat, hatten den Abend organisiert. Der Abend sollte unter freiem Himmel am Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows stattfinden. Dieser Plan wurde jedoch von einem heftigen Unwetter durchkreuzt. Spontan wurde der Stockbrotteig in kleine Brötchen geformt und im Backofen gebacken, sodass der Umzug in den Saal dem musikalischen Erlebnis keinen Abbruch tat.

Trotz Unwetter ein voller Erfolg!

Musik kennt bekanntlich keine Grenzen. Das war an diesem Abend deutlich zu spüren. Neben Deutsch, Englisch, Arabisch und afrikanischen Sprachen waren auch indianische Klänge zu hören. Die einfachen und sich wiederholenden Texte und Melodien gingen schnell ins Ohr und luden zum Mitsingen und Tanzen ein. Einige im Haus wurden durch die Klänge angelockt und nahmen als Zuhörer im Kreis Platz. Der Musiker hatte neben seinen Liedern auch einige Lebensweisheiten und Anekdoten im Gepäck, denen die Anwesenden gespannt lauschten. Das Treffen mit einem professionellen Musiker nutzten die Kinder und Jugendlichen, um zu zeigen, was sie können. Voller Elan und Ideenreichtum gaben sie einen eigenen Rhythmus, den sie auf Plastikbechern und zwei Djembes spielten, zum Besten. Philipp Stegmüller konnte als erfahrener Musiker den Rhythmus leicht in eines seiner Lieder integrieren, was die Kinder und Jugendlichen wiederum mit Freude und Stolz erfüllte.

Dass dieser Abend einen bleibenden Eindruck hinterließ, hört man auch einige Tage später noch anhand der Ohrwürmer, wenn Kinder und Jugendliche „Baba-eh, Baba-oh, Baba-kafo…“ vor sich hin summen.